Paroles de vignerons - Vinparleur - Winzer talk

Vinparleurs Jahrgangsbericht 2014

12. November 2014, von Sebastian Nickel

Ich gebe zu, es ist noch ein wenig früh, um über den Jahrgang 2014 zu berichten, aber wenn man derzeit durch die Keller stöbert und an dem einen oder anderen Tank probiert, kann man sich schon ein ungefähres Bild machen. Ein beruhigendes Bild, denn trotz des launischen Wetters in manchen Weinregionen Frankreichs, haben unser Freunde, die Hefen, sämtliche geernteten Trauben in den letzten Wochen zu Wein verarbeitet. Und zu gutem Wein!

Millésime 2014

Im Languedoc schien der Wettergott zu Anfang des Herbstes besonders schlecht gelaunt zu sein. Zum Glück bekamen bei Pierre Cros im Minervois nur einige Carignan-Trauben die erste Regenwelle zu spüren, während die übrigen Trauben schon gemütlich im Keller vor sich hin gärten. Carignan ist eine äußerst robuste Rebe und die alten, oft hundertjährigen Weinberge von Pierre Cros lassen sich vom kapriziösen mediterranen Wetter nicht besonders beeindrucken. Ich kann Ihnen auch schon ein paar von Pierres 2014-Geheimnissen verraten: Es liegen einige AUSSERGEWÖHNLICHE Syrah-Weine in Pierres Keller, und die Trauben, der im Frühjahr 2012 gepflanzten alten Rebsorten (Aramon, Picpoul noir, Ribeyrenc...) wurden zum ersten Mal zu Wein verarbeitet...

Gleiche Region, gleiches Wetter für die Domaine de l’Arjolle. Es gab viel Arbeit um die vielversprechende Ernte einzubringen, bevor das Wetter anfing zu toben. Das Erntegut wurde sorgfältig überprüft und eventuell beschädigte Trauben aussortiert, die Gärungen verliefen glatt und ohne Zwischenfälle, und das Ganze ergab eine weniger ergiebige Ernte als in vergangenen Jahren. Das Ergebnis im Glas schmeckt aber schon gut. Sehr gut sogar.

Es war ein schwieriger Jahrgang in der Champagne. Während der gesamten Saison war äußerste Wachsamkeit geboten, um Blüten, Trauben und Blätter gegen Mehltau zu schützen, der sich den regelmäßigen Regen im Juli zu Nutze machen wollte. Das gesamte Team von Champagne Paul Lebrun scheint gute Arbeit geleistet zu haben, denn die Weinberge befanden sich in ausgesprochen gutem Zustand, als ich sie Mitte September, einige Tage vor Erntebeginn besuchte. Man konnte also ruhig bis zur optimalen Traubenreife abwarten, und am 15. September mit dem Pflücken im Sézannais und auf der Côtes des Blancs beginnen (6 Tage nach offiziellem Erntebeginn in der Region). Im hochwertigen Terroir des Clos l’Abbé begann die Ernte der vollreifen Chardonnay-Trauben erst am 20. September.

Millésime 2014

Dem Malbec in Cahors geht’s gut! Nach einer ziemlich kleinen Ernte 2013, sind die Erträge in diesem Jahr wieder auf ein normales Niveau angestiegen. Und die Qualität scheint über dem Durchschnitt zu liegen. Pascal Verhaeghe sagte mir, dass im Keller des Château du Cèdre in diesem Jahr zum ersten Mal mehrere Tanks ohne jeglichen Zusatz von Schwefel vergoren wurden! Eine Positive Entwicklung, die man im Auge behalten sollte...

Ist Gigondas in diesem Jahr der König des Rhône-Tals? Einige frühreife Weinberge wurden schon Anfang September geerntet, und dann begann das Warten. Denn die Drohungen des Wetters machten sich nicht wahr, und das Relief der Dentelles de Montmirail bekam nur einige kleine Schauer während der Reifezeit der Trauben ab. Und das Warten hat sich gelohnt, denn im Keller lagern einige Gigondas-Weine, die sich sehen lassen können: Kraftvoll, elegant und komplex! Laut Yves Gras ein Jahrgang, der sich an der Qualität der Jahrgänge 2012 und 2013 ohne weiteres messen kann.



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