Die Nase dieses Weines ist sehr verführerisch: Kirschen und Blüten, wilde Kräuter und ein Hauch von Pralinen... Saftig und mineralisch am Gaumen, von einer eleganten und kraftvollen Tanninstruktur angeführt, eingebettet in angenehme Rundungen, die dem Gaumen schmeicheln. Struktur und Harmonie dieses Weines versprechen einen guten Lagerwein, doch Würze und Frische werden Sie schon heute in Versuchung führen.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Rinderbraten (aber fein!), Lammrücken mit Kräuterkruste... Aber auch kräftige Salsiccia und geschmorter Fenchel, ein ordentlich durchgeköchelter Gulasch oder ein Cassoulet aus Castelnaudary.
PFLANZLICHE BEILAGE: Ein nicht zu scharfes Gemüse-Curry, Spätzle mit Linsen und Balsamico... Habe ihn selber zu Anfang des Herbstes mit einem kräftig gewürzten und gepfefferten Pillekuchen verkostet (Kartoffeln, Zwiebeln, Paprika, Pfifferlinge, ohne Speck!), eine echte Wucht!
Die Syrah von Pierre glänzt wieder im Guide Hachette
Pierre Cros hat sich auf 25ha Reben und ebenso viel Oliven, Mandelbäumen und Trüffeleichen niedergelassen. Er ist ein großer „Winzer-Künstler“, eine Referenz im Minervois, zumindest nach dem zu urteilen, was im Guide Hachette in den letzten zehn Jahren über ihn geschrieben wurde. Er bezeichnet sich selbst als „Bauer“ und sagt, er habe von seinem Vater und Groß-Vätern, allesamt Bäcker in Badens gelernt, seine Kunden zu respektieren. Neben den klassischen Rebsorten der AOC, hegt Pierre Cros einige Hektar alter, vergessener oder sogar „ungeliebter“ Rebsorten (wie zum Beispiel die Sorte Aramon) und hat Rebsorten aus anderen Ländern angepflanzt.
Les Aspres Pierre Cros
Die Star-Cuvee des Weingutes glänzt einmal mehr. Diese Syrah, wie die vorherigen Jahrgänge ein Jahr lang in Eichenfässern gehätschelt und gereift, zeigt intensiven Duft von Gewürzen und dunkler Frucht, unterlegt von Zedernholz und einem Hauch Trüffel. Am Gaumen treten zusätzlich Kakao und Mokka in Erscheinung, während konzentrierte und weiche Tannine einen intensiven Abgang unterlegen. Eine wahre Apotheose. Eine Flasche, die Sie sowohl jung genießen (am besten in einer Karaffe), oder im Keller den sorgenden Händen der Zeit überlassen können.
Im vergangenen Jahr hatten wir einen spätreifen Jahrgang. Im Bereich um Gigondas, Plan de Dieu, Rasteau... gab es im September nur wenig Niederschlag, sodass wir in aller Ruhe auf die volle Reife der Trauben warten konnten. Die letzten Früchte erreichten schließlich am 10. Oktober unseren Keller.
Überzeugt, dass der Geschmack des Weines aus seinem Terroir und seinen Früchten entsteht, verhalten wir uns im Keller eher zurückhaltend. Unser Hauptanliegen ist es, die gesamte Qualität der Trauben zu bewahren. Dazu sortieren wir sorgfältig reife und aromatische Früchte aus, vergären Sie mit Hilfe natürlicher Hefen und passen Mazeration und Extraktion an die Tanninstruktur der Trauben an.
Zu Beginn der Kellerarbeit, wenn wir die Ernte zum Gären in die Tanks bringen, geben wir gemäßigte Mengen von Schwefel hinzu, um uns gegen die Entwicklung von unerwünschter Hefen abzusichern. Dieses vereinbart sich bestens mit unserer Philosophie, denn wir sehen uns weder als Freund noch Feind des Schwefels und passen seinen Einsatz an den Bedarf eines jeden Jahrgangs und jeden Tanks an. Die Empfindlichkeit gegenüber Sauerstoff der verschiedenen Rebsorten, die Häufigkeit der Abstiche, bei denen der Wein vom Hefebett getrennt wird, das Auffüllen der Barriques und die konstante Temperatur unseres Kellers sind, unter anderem, wichtige Faktoren, die für ein harmonisches und gesichertes Reifen eines jeden Weines berücksichtigt werden sollten. Allein die Summe aller Faktoren erlaubt dem Wein sich zur geschmacklichen Harmonie zu entwickeln und den Charakter seiner Herkunft frei zum Ausdruck zu bringen.
In den letzten Jahren hat unser Streben nach dem reinen und edlen Ausdruck der Frucht und des Terroirs unsere Arbeit im Keller orientiert. Eichenholz spielt daher immer noch eine wichtige Rolle bei der Reifung der Weine. Das regelmäßige Auffüllen der Holzfässer und die Migration der Tannine aus dem Eichenholz zum Wein, erlauben eine gemäßigte aber kontrollierte Sauerstoffzufuhr, was für eine „zarte“ Rebsorte wie der Grenache unentbehrlich ist. Der Grossteil der kleinen Fässer wurde in den letzten Jahren durch große Fuder ersetzt, was das Kräfteverhältnis der beiden Elemente Holz und Wein entschieden verändert hat. Und es erscheint uns wesentlich, das Letzterer stets die Oberhand behält.
In der Kontinuität dieser Arbeit, hat sich unsere Keller in diesem Jahr um drei 800 Liter fassende Tongefässe aus Impruneta bereichert. In dieser Hochburg der Töpferei nahe Florenz gewinnt man schon seit vielen Jahrhunderten eine spezielle Tonsorte aus dem Boden, die zur Herstellung von Tonkrügen für Wein und Olivenöl besonders geeignet scheint. Die von Hand hergestellten Gefäße haben eine vollkommen glatte Oberfläche und ermöglichen die Reifung der Weine ohne jegliche Zufuhr von Tanninen und Aromen, während ihre spezielle Form den Ausdruck der Frucht und der Mineralität favorisiert. Für diesen ersten Jahrgang enthalten die Tongefässe einen reinen Grenache aus der Crau in Chateauneuf-du-Pape und einen Mourvèdre, der aus dem Terroir der Hautes Garrigues in Gigondas stammt.
Aus der TrinkBar... Les Aubes #Vacqueyras der Domaine Santa Duc 2012
Das Öffnen einer Flasche Vacqueyras kündigt immer einen besonderen Moment des Genusses und ein schmackhaftes Diner an, denn auf eine gewisse Art und Weise verkörpert die AOC Vacqueyras etwas Edles, Wertvolles und Historisches. Obwohl „erst“ vor 25 Jahren zum Cru des Rhône-Tals aufgestiegen, blickt der Wein in Vacqueyras auf eine sehr lange Vergangenheit zurück und ist eng mit der Geschichte der grossen Weine und Terroirs Frankreichs verbunden.
Zur Begleitung dieses Weines hatte ich gegrillte Entenbrust vorgesehen, verfeinert von einem Feigen-Duo, die einen gegrillt, die anderen in Balsamico-Essig geschmort. Was für ein Fest! An einem heißen Sommerabend relativ kühl in der Karaffe serviert (etwa 14°C), zeigte sich das Bouquet von Anfang an recht explosiv und charmant: Pflaumen, Wallnüsse, Feigen und Zimt. Und am Gaumen? Weich und rund, wie es sich für die Rebsorten gehört (80% GRENACHE und 20% SYRAH), vollmundig und konzentriert wie vom Jahrgang vorgeschrieben, unterlegt von angenehm kühlender Säure, die auf das sandig-steinige, vom kalten Mistral-Wind gebeutelte Terroir zurück zu führen ist.
Ein ursprünglich wilder, heute schon etwas gezähmter Wein, dessen Lagerpotential man nicht unterschätzen, und das sein Bouquet über die nächsten 4 bis 6 Jahre zunehmend um Würze, Kakao und Trockenfrüchte bereichern wird.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Außer gegrillter Entenbrust mit Feigen wird der Wein sich ohne Zweifel für in Teriyaki-Sauce mariniertes Rindfleisch begeistern, aber auch an einem einfachen Kalbsbraten mit Senf-Kräuter-Kruste seinen Spass haben. PFLANZLICHE BEILAGE: Sie sollten nach intensiven, konzentrierten Speisen Ausschau halten, um diesen Wein zu begleiten. Eine Tarte Tatin aus konfitierten Tomaten, einen Risotto mit Steinpilzen und Hokaido-Kürbiss oder Tagliatelle mit Austernpilzen und Pesto.
Aus der TrinkBar... Le Cedre Heritage #Cahors 2012
Besonders liebe ich diesen ausdrucksvollen Rotwein im Sommer! Was wirklich auffällt, wenn man ihn verkostet, ist seine Frische und Lebendigkeit, die er an den Tag legt. Mäßig tanninhaltig, würde ich ihn als knackig und energisch beschreiben, mit gerade genug Vollmundigkeit wie nötig. Kann man von einem Wein aus Cahors sagen, dass er ein echter Durstlöscher ist? Ja, das kann man, denn dieser Wein ist der lebendige Beweis! Es ist ein junger, begeisterter und offenbar glücklicher Wein ...
Le Cèdre Héritage 2012 Cahors
Habe ich vergessen, seine visuellen und olfaktorischen Aspekte zu erwähnen? Bitte verzeihen Sie mir: Er ist schwarz und purpurn, wie es sich für einen Malbec gehört, mit einem schönen Bouquet von frischen schwarzen Früchten, einem Hauch von Veilchen und karamellisierten Haselnüssen.
Die FLEISCHLIEBHABER unter den Weintrinkern werden sich freuen, diesen Wein zu entdecken, denn er ist ein inbrünstiger Befürworter langer Grillabende im Sommer. Er kümmert sich aber auch mit Begeisterung um den VEGETARISCHEN Weinliebhaber, indem er einen frischen Tomaten-Salat mit Fetakäse und schwarzen Oliven geschmacklich verschönert und ausgezeichnet zu allerlei gegrilltem Sommergemüse passt.
Aus der TrinkBar... Habemus Papam 2012 - Feines aus Châteauneuf-du-Pape
Wenn ein Winzer aus Gigondas sein savoir-faire auf die steinigen und sandigen Böden von La Crau und den Saintes Vierges überträgt, scheint sich ein erfrischender Wind über den Terroirs von Châteauneuf-du-Pape zu erheben. Dafür ist der Jahrgang 2012, abgefüllt im Frühjahr, ein lebender Beweis!
Habemus Papam Domaine Santa Duc Chateauneuf-du-Pape
Seine Farbe wirkt irgendwie beruhigend: Ein sehr klares Blutrot mit einem leichten Hauch von Purpur. Die erste Nase ist sehr frisch, sehr fruchtig und öffnet sich relativ schnell, um süße Gewürze, Pfeffer und Balsamico-Aromen zu zeigen. Eine junges und tonisches Bouquet, das noch lange am Gaumen und im Abgang nachklingt.
Leicht salzig, scheint der Wein von steiniger, kalkhaltiger Struktur, schwer zu sagen allerdings, ob dies auf seinen mineralischen Charakter oder auf seine zarten, sehr frischen und jungen Tannine zurückzuführen ist. Schwer zu sagen vor allem, weil dieser köstliche aber für die Zukunft gebaute, aus Grenache und Mourvèdre hergestellte Wein es nicht eilig zu haben scheint, alle seine Geheimnisse schon heute zu offenbaren.
Was tun? Seien Sie geduldig, finden Sie einen Platz in Ihrem Keller für ihn, und geniessen Sie seine Gesellschaft über die nächsten 10 Jahre.
PFLANZLICHE BEILAGE: Allerlei gebratenes Gemüse mit reichlich Olivenöl, geschmorte Pilze oder ein sahniges Gemüse-Curry...
FLEISCHLICHE BEILAGE: Kalbskotelett mit Rotweinsauce, Filet Mignon an grobem Senf und Perlhuhn mit Morcheln in seiner Jugend. Saltimbocca alla romana aus Fasan (umwickelt mit Salbei und Parmaschinken), gebratene Tauben mit Steinpilzen, oder einem feinen Käse aus dem Burgund (Époisses, Chambertin…) nach ein paar Jahren der Flaschenreifung.
Aus der Trinkbar... Wir können die UNGELIEBTEN nicht länger ignorieren!
Dieser „vollständig von Hand“ hergestellte Wein existiert seit 14 Jahren. Die Weinberge, aus denen er hergestellt wird, bringen knappe 400 Jahre zusammen. Zu Beginn dieses Jahrtausends galt seine Zusammensetzung fast als Ketzerei, wie die (kurze) Geschichte seines Vorgängers zeigt: Ein AOC MINERVOIS aus dem Jahrgang 1999 hergestellt ausschliesslich aus PICPOUL NOIR. Der Verkauf dieses Produkts wurde offiziell verboten und zwar wegen der Rebsorte aus der er hergestellt wurde. Und das obwohl PICPOUL NOIR als offizielle Rebsorte im MINERVOIS und in einigen anderen prestigeträchtigen Appellationen, wie CHÂTEAUNEUF-DU-PAPE zugelassen ist. Das Verbot entpuppte sich letzten Endes vielleicht aber sogar als Glücksfall, weil es PIERRE dazu anspornte in seiner Überzeugung noch einen Schritt weiter zu gehen und diesen vollständig aus (damals fast) verbotenen, unbeliebten und ungeliebten Rebsorten hergestellten Wein zu kreieren (PICPOUL NOIR, ARAMON, ALICANTE & CARIGNAN).
Heute sind einige dieser Rebsorten fast vollständig von der Landkarte verschwunden (nur CARIGNAN spielt noch einen bedeutende Rolle). Sie wurden teilweise durch andere Sorten ersetzt, sogenannte « Aufwertende Rebsorten". Aus heutiger Sicht scheint diese Agrarpolitik der vergangenen Jahrzehnte zu einer Verringerung der Vielfalt in französischen Weinbergen geführt zu haben und in der Folge auch zu einem gewissen Verlust der Vielfalt im Weingeschmack. Nur 10 Rebsorten decken heute 70% der Rebflächen in Frankreich ab, während insgesamt nur rund 40 Sorten wirtschaftlich eine Rolle spielen. (Quelle)
Auf VINPARLEUR halten wir uns an eine sehr einfache Politik: Wir lieben alle Rebsorten, ohne Ausnahme! Und je mehr Rebsorten es gibt, desto besser finden wir das! Um diejenigen, die immer noch im Zweifel sind, zu überzeugen, lesen Sie hier unsere Eindrücke von PIERRE CROS cuvée LES MAL AIMÉS (die Ungeliebten) aus dem Jahrgang 2012:
Klare Granatfarbe mit leichter Trübung aufgrund der Abfüllung ohne Filtration. Dieser Vin de France (vormals Vin de Table) besticht durch sein intensives und abwechslungsreiches Bouquet aus roten und schwarzen Früchten, vor allem durch den üppigen fruchtig-pflanzlichen Charakter von schwarzen Johannisbeeren und einer Handvoll schwarzer Oliven. Der vor zwei Jahren abgefüllte Wein öffnet sich innerhalb weniger Minuten im Glas und bereichert sein Bouquet um einige angenehme Aromen von Gebäck und ein wenig Kakao. Im Mund ist er eher leicht und sanft mit wunderbar erfrischender Säure. Wenig taninreich, jedoch mit schöner seidiger Struktur und leichtem Biss, der Länge und Charakter gibt. Jetzt trinken oder im Keller für weitere 2-3 Jahre reifen lassen.
PFLANZLICHE BEILAGE Auberginen Lasagne, ohne zu zögern!
FLEISCHLICHE BEILAGE Sie haben die Qual der Wahl: Gegrillte Lammkoteletts, Blutwurst, Schweinerostbraten, Rohschinken, Wildschweinpastete, Coq au Vin ...
Picpoul noir Pierre Cros
PS: ZAHLEN FÜR NEUGIERIGE: ARAMON: 150 230 Hektar Rebfläche im Jahr 1958 - 9084 Hektar im Jahr 2004. CARIGNAN: Er bedeckte 43% der Weinberge des Languedoc-Roussillon im Jahr 1979, gegenüber 13,5% im Jahr 2010. PICPOUL NOIR: 1990 schätzte man den Restbestand noch auf einige 200 Hektar.
Fügt man zu den vorher genannten Rebsorten die Zahlen von CINSAULT NOIR, TERRET und GRENACHE BLANC, ALICANTE BOUCHET und MACABEU hinzu, so addiert sich für diese traditionellen mediterranen Rebsorten ein Rückgang von rund 260000 Hektar zwischen 1979 und 2010 ... (Quelle)
Decanter verkostet Domaine Santa Duc #Gigondas Prestige des Hautes Garrigues
Ein Familienweingut seit 5 Generationen. Intensiver Kräuter- und Blumenduft in der Nase, ein Potpourri von Trockenblumen und Lavendel. Vollmundig, viele rote und schwarze Früchte, sehr weich. Lang im Abgang, saftig, rund und seidig - alles sehr harmonisch. Grosser Trinkspass!
Geniessen Sie ihn zwischen 2015 und 2020.