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Le Clos l’Abbé – ein wahrhaftiger Garagen #Champagner

3. April, von Sebastian Nickel

„Garagenweine sind Weine, die mit höchstem Qualitätsanspruch von sehr kleinen Weingütern produziert werden. Typischerweise zeichnen sich Garagenweine durch geringe Hektarerträge, hohe Reife und strenge Selektion des Lesegutes, sowie natürlich konzentrierten Most aus...“ Der Ausdruck „Garagenwein“ wurde in den neunziger Jahren in Saint-Emilion geschaffen, um kleine, exklusive Cuvees zu bezeichnen, die in tollen, wie Gärten bewirtschafteten Terroirs hergestellt wurden. Wenn man diese Definition auf die Champagne überträgt, kann man ohne weiteres behaupten, dass es sich beim Clos l’Abbé von Hubert Soreau um einen wahrhaftigen „Garagenchampagner“ handelt!

Champagne Le Clos l'Abbé

Hergestellt wird dieser Wein aus 100% Chardonnay in drei verschiedenen Mikro-Parzellen, mit einer Fläche von insgesamt nur einem knappen Morgen (einem viertel Hektar), südlich von Épernay. Zudem handelt es sich dabei tatsächlich um ehemalige Gärten, wie die im Frühjahr im Weinberg sprießenden Tulpen und Narzissen bezeugen. Bei voller Reife geerntet, wird der Most anschließend in Holzfässern aus Hautvillers vergoren. Bis zur zweiten Gärung in der Flasche lagert der Wein nicht etwa in einer Garage, sondern in den Kellern von Huberts Frau Nathalie, selbst talentierte Winzerin, die unter der Marke Champagne J.Vignier in ausgewählten Lagen der Côteaux du Sézannais und der Côtes des Blancs wahrhafte Champagner-Schmuckstücke aus Chardonnay herstellt. Im Frühjahr wird der Clos l’Abbé auf Flasche gezogen und mit Naturkork verschlossen, um die zweiten Gärung durchzuführen. Anschließend ruht er mindestens sieben Jahre auf der Feinhefe, bevor er gerüttelt und degorgiert und per Hand etikettiert wird.

Champagne Le Clos l'Abbé

Im Glas, entwickelt er hinter dem glitzernden Schleier feiner, goldener Bläschen ein beeindruckendes, sich nach und nach enthüllendes Bouquet: Zitrusfruchtschale, Trockenblumen, Quitte und reife Äpfel, Haselnüsse und Röstaromen, ein Hauch von Rauch... Im Mund zeigt er geradlinige, mineralische Säure, feine Perlage, einen muskulösen Körper und ein engelhaftes Lächeln. Nicht bloß Champagner, sondern vor allem ein ganz großer Wein, imposant und generös. Umwerfend!



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