Paroles de vignerons - Vinparleur - Winzer talk

Im Winter trinke ich Rasteau

1. März 2013, von Sebastian Nickel

Jedes Jahr, wenn die erste Kältewelle auch Frankreich erreicht hat, tauche ich in meine Kartons herab und suche nach vollen Flaschen aus Rasteau. Den von Yves Gras, denn den liebe ich, aber es gibt selbstverständlich noch andere. Aber Achtung, ich habe nicht gesagt, dass man Rasteau nur trinken kann, wenn’s draußen kalt ist. Bei Kälte erinnere ich mich an diesen Wein. Das ist alles.

Rasteau Domaine Santa Duc

Nach dem Öffnen der Flasche rieche ich als erstes Pflaumen, frische Erde und etwas leicht Animalisches. Im Mund überrascht mich die Frische, die Tannine sind noch jung (es ist ein 2009er), und der Abgang ist sehr lang. Der Wein ist sehr kalt, also schenke ich ihn in ein großes Glas und lasse ihn eine halbe Stunde ruhen. Es tut ihm gut, sich etwas aufzuwärmen und zu atmen. Die Frucht ist intensiver geworden, und die Tannine verschmelzen in einer leichten Süße. Die Frische bleibt von Anfang bis Ende, zusammen mit einer leichten Note weißen Pfeffers.

Jetzt ist’s Zeit zu essen. Der Wein ist hungrig. Ich lege einen ganzen Lachs in den Ofen, mariniert mit einer Tapenade aus schwarzen Oliven, ebenso grob zerteiltem Hokaido-Kürbis mit Majoran, Koriander, Knoblauch und getrocknete Tomaten... Köstlich!

Später am Abend hat der Wein an Kraft und Fülle gewonnen, vor allem im Abgang. Das gefällt mir, denn das ist einer der Gründe, weshalb ich gerne Rasteau trinke. Er riecht nach Sonne, schwarzen Oliven, Rosmarin und sogar ein wenig Zitronenschale.

Sommerwärme im Glas, mitten im Winter.



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