Paroles de vignerons - Vinparleur - Winzer talk

FETT ist Leben! Für ein gutes Gewissen am Jahresanfang...

17. Januar 2015, von Sebastian Nickel

Eine Aussage, die ich nach leichter Abänderung gerne bestätige: FETT ist Geschmack! Das gilt für Schinken, für gutes, marmoriertes Fleisch und jeder weiß, dass ein guter Schlag Rahm oder Butter den Geschmack aller Saucen die ihrem Namen Ehre machen wollen ernsthaft verbessert. Ich bin aber auch mit denjenigen einverstanden, die ihre Linie beibehalten möchten und daher versichern, dass auch schmackhafte Lebensmittel ohne Fett gibt : Obst und Gemüse, Honig, Shiitake Pilze, Tee...

Aber trotzdem, es ist eine unerschütterbare Wahrheit, dass Frauen und Männer tief in ihrem Herzen eine liebe zu FETT hegen. Und seit 2012 wissen wir wahrscheinlich sogar warum. In diesem Jahr bestätigten US-Forscher, dass es die Möglichkeit gäbe, dass wir über salzig, süß, sauer, bitter und umami hinaus einen sechsten, auf FETT ausgerichteten, Geschmackssinn besitzen. Unsere Empfindlichkeit für „fette Moleküle“ und damit unser Verlangen nach FETT scheinen auf einem Gen namens CD36 lokalisiert zu sein. Ein schöner Name. Vor allem aber eine gute Entschuldigung für die üblichen Nahrungs-Exzesse der Saison. Aber keine Panik, Forscher aus dem Baskenland stellten schon 2009 fest, dass ein bis zwei Gläser Wein am Tag die Anhäufung von FETT in der Leber erheblich mindern. Es gibt also ein Gegenmittel!

Wein spielt, ebenso wie FETT, eine wichtige Rolle in einer ausgewogenen Ernährung (das wussten wir bereits!). Und beide spielen eine wichtige Rolle bei der FREUDE an unserer Ernährung. Daher ist es nicht verwunderlich, dass wir auch im Wein-Geschmack nach FETT, beziehungsweise Rundungen, Volumen und Weichheit suchen. Im Wein sind diese Wahrnehmungen vor allem auf das Zusammenspiel von Restzucker, Alkohol und Glycerin zurückzuführen, man kann sich aber leicht vorstellen, dass die Liste der an diesem geschmacklichen Genuss beteiligten Moleküle noch viel länger ist. So deckte zum Beispiel ebenfalls im Jahr 2012 (Hey, was war los war in der Forschung? War es das offizielle FETT-Jahr?) eine Doktorarbeit an der Universität von Bordeaux die Existenz von aus dem Eichenholz stammenden Quercotriterpenosiden auf, die im Eichenholz gereiften Weinen zusätzliche Süße und Weichheit bringen.

Wollen Sie zum Abschluss noch eine saftige Empfehlungen für Wein und Essen, die zum Thema passt? Holen Sie sich einen FETTEN Grenache aus dem Rhônetal, wie zum Beispiel einen Rasteau von Yves Gras und genießen Sie ihn mit gebackener Blutwurst, gebratenen Äpfeln und in Butter und Curry geschwenkten Zwiebeln (PS: Etwas Reis dazu tut auch gut...). Sie werden nicht widerstehen können!



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