Paroles de vignerons - Vinparleur - Winzer talk

Ein wenig Wein hält das Gedächtnis fit

29. Oktober 2009

In vier Gemeinden der USA wird seit einigen Jahren die so genannte „Cardiovascular Health Study“ durchgeführt, eine Langzeitbeobachtung an 5.888 Damen und Herren im Alter von über 65 Jahren. Unter anderem werden die Teilnehmer regelmäßigen Tests zur Hirnfunktion und Gedächtnisleistung unterzogen.
Seit Beginn der Studie hatten 2.116 Teilnehmer neurologische Auffälligkeiten entwickelt. Von ihnen wurden die 373 Teilnehmer ausgewählt, die zu Beginn der Studie völlig frei von entsprechenden Symptomen waren, aber im Laufe der Beobachtungszeit Demenz-Erkrankungen entwickelt hatten. Sie wurden mit gleich alten Studienteilnehmern ohne entsprechenden Befund verglichen. Die Trinkgewohnheiten aller Probanden waren erfasst.

Ergebnis: Die lebenslang abstinent lebenden Damen und Herren hatten eine etwa doppelt so hohe Erkrankungsrate an Alzheimer und Demenz im Vergleich zu denjenigen Teilnehmern, die sich täglich ein wenig Alkohol genehmigten. Weintrinker zeigten die geringste Erkrankungsrate. Dieses Ergebnis hatte auch noch Bestand, als man alle möglichen Einfluss- bzw. Risikofaktoren für Demenz, wie Rauchen, Körpergewicht, Cholesterinspiegel, Sozial- und Familienstatus etc. in die Risikoberechnung einbezog.

Genau gesagt halbierte sich das Risiko für eine Demenz-Erkrankung bei einem Konsum von circa 12 g Alkohol pro Tag - entsprechend etwa einem kleinen Glas Wein - im Vergleich zu Abstinenz (Reduktion um 54 %). Auch bei der doppelten täglichen Menge war das Risiko noch um 35 Prozent reduziert, wobei dieses Ergebnis aber nicht mehr statistisch signifikant ausfiel.

Bei einem höheren Konsum war hingegen das Risiko leicht - aber ebenfalls nicht signifikant - erhöht.
Paracelsus begegnet uns immer wieder: „Dosis venenum fecit.“

Fazit: Diese US-amerikanische Untersuchung bestätigt frühere große europäische Studien aus Bordeaux (Frankreich) (2) und aus Rotterdam (Niederlande) (3). Übereinstimmend wiesen diese Untersuchungen darauf hin, dass die weit verbreitete Meinung, langfristiger Alkoholkonsum führe zwangsläufig zu einer Minderung der Hirnfunktion und insbesondere der Gedächtnisleistung, ungerechtfertigt ist.

Wie bei allen Untersuchungen zum Thema Alkohol und Gesundheit kommt es immer auf die Dosis und häufig auf den Getränketyp an.

Quelle

1. Mukamal KJ, Kuller LH, Fitzpatrick AL, Longstreth WT, Jr., Mittleman MA, Siscovick DS. Prospective study of alcohol consumption and risk of dementia in older adults. Jama 2003;289:1405-13
2. Orgogozo JM, Dartigues JF, Lafont S, et al. Wine consumption and dementia in the elderly: a prospective community study in the Bordeaux area. Rev Neurol (Paris) 1997;153:185-92.
3. Ruitenberg A, van Swieten JC, Witteman JC, et al. Alcohol consumption and risk of dementia: the Rotterdam Study. Lancet 2002;359:281-6.

Hinweis DWA: Verantwortungsvoller Weinkonsum
Das Thema Wein und Gesundheit bedarf einer durch Sachkenntnis, Ausgewogenheit und Verantwortung geprägter Präsentation. Obwohl zahlreiche wissenschaftliche Daten belegen, dass moderater Weinkonsum positive Effekte auf die Gesundheit hat, weisen wir darauf hin, dass exzessives Trinken aller alkoholischer Getränke sozialen und gesundheitlichen Schaden birgt.



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