Paroles de vignerons - Vinparleur - Winzer talk

Ein Glas Rotwein gegen Alzheimer

21. Februar 2011, von Sebastian Nickel

Das Forschungsteam um Professor Peter M. Tessier des Rensslear Polytechnic Institute in Troy, New York, hat eine weitere gesundheitsfördernde Eigenschaft des inzwischen berühmt gewordenen Moleküls Resveratrol entdeckt. Resveratrol ist in mehreren Früchten enthalten, wie zum Beispiel Kakao, Erdnüssen oder Brombeeren, und nicht zuletzt in der Schale von Weintrauben.

Die Menge des Resveratrols in den Trauben hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie etwa der Farbe (rote Trauben enthalten mehr als weiße), der geographischen Herkunft, die Weinherstellung und der Anwesenheit von Pflanzenparasiten in den Rebgärten. Denn ursprünglich gehört das Supermolekül Resveratrol zum Verteidigungsarsenal der Weinreben gegen die Anwesenheit von eventuellen Parasiten, wie zum Beispiel Mehltau.

Resveratrol VinParleurSeitdem 1993 entdeckt wurde, dass Resveratrol die Oxidation des LDL in unserem Blut verhindert (Oxidation von LDL-Cholesterin beschleunigt Arteriosklerose), assoziiert man das Molekül mit dem sogenannten French Paradox, oder der Tatsache, dass regelmäßiger Weinkonsum das Infarktrisiko zu verringern scheint. Die Liste der untersuchten positiven Effekte von Resveratrol auf unsere Gesundheit hat sich seitdem stetig verlängert und betrifft so unterschiedliche Bereiche wie die Förderung der Gefässbildung (Angiogenese), Entzündungshemmung, Erhalt der Knochendichte, Verringerung des Körperfettanteils, Zellalterung...

Im Mai 2010 veröffentlichten Professor Tessier und sein Team weitere vielversprechende Forschungsergebnisse im Journal of Biological Chemistry. Ihre Untersuchungen zeigen, dass im Wein enthaltenes Resveratrol eine wichtige Rolle bei der Verlangsamung degenerativer Hirnerkrankungen, wie zum Beispiel Alzheimer, spielen könnte. In Laborversuchen zeigte sich das Pflanzenmolekül in der Lage, sogenannte toxische Peptide (kleine Proteine), die eine Rolle bei degenerativen Hirnerkrankungen spielen zu identifizieren und zu deaktivieren. Das erstaunlichste schien, dass Resveratrol dabei sehr wohl zwischen „guten“ und „schlechten“ Peptiden unterscheiden konnte.

Obwohl weitere Untersuchungen notwendig sind, um zu bestimmen ob und wie regelmäßiger Weingenuss das Risiko an Alzheimer zu erkranken herabsetzen kann, liegt hier vielleicht schon ein weiterer Grund vor, ein gutes Glas Rotwein zum Abendessen nicht zu vergessen...



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