Paroles de vignerons - Vinparleur - Winzer talk

Aus der TrinkBar - #Carignan pur! Die cuvée Vieilles Vignes 2008 von Pierre Cros

3. April 2014, von Sebastian Nickel

Eigentlich habe ich keinerlei Vorliebe für Cuvees oder reinsortige Weine. Allerdings mag ich es von Zeit zu Zeit gerne, wenn eine Rebsorte sich ganz alleine präsentiert und ihre ganz persönliche Interpretation eines Terroirs gibt. In diesem Fall handelt es sich um hundertjährige Carignan-Reben, die ihre Version der Aspres geben, eine trockene und steinige Lage im Minervois, nicht weit von Carcassonne entfernt.

„Im Languedoc-Roussillon, dem größten Weinanbaugebiet Frankreichs, ist der Jahrgang 2008 mit seinem „Indian Summer“ sehr vielversprechend“, urteilte vor fünf Jahren François Boudou, Direktor des ICV, einem regionalen önologischen und agronomischen Institut.

Durch seinen frischen und regenreichen Frühling und dem warmen, sonnigen Herbst gelten die mediterranen Weine dieses Jahrgangs als „atypisch“, elegant und von frischer Säure getragen.

Das Bouquet dieses Carignans ist sehr intensiv. Zuerst von Haselnuss- und Rosinen-Aromen dominiert, gewinnt es im Glas mit dem Duft von Pflaumen und Honigkuchen an Komplexität. Am Gaumen ein besonders weicher und runder Wein, sehr angenehm zu trinken. Den Abgang beleben einige seidige Tanine, welche die Frische des Weines hervorheben und ihm eine beeindruckende Länge geben. Der Gesamteindruck ist elegant und großzügig. Der Wein verlangt nach Herbst- und Winterküche, nach geduldig geschmortem Fleisch mit eleganten Gewürzen wie etwa Sternanis, Zimt und Gewürznelken.



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