Die Farbe dieses überreif geernteten und im Holz oxidatif gereiften Chardonnays ist schon sehr einladend – golden, dunkel, kristallklar…
Arjolle Dernière Cueillette 2010
Kurze Zeit später steht meine Nase einer wahren Explosion von Aromen gegenüber. Trockenfrüchte, wie etwa Aprikose und Apfel, aber auch Birne und frische Mandeln, Butter und Heu, frisches Eichenholz und einem Hauch von Rauch. Vollmundig, gar fett und saftig, großzügig ebenfalls, aber keinesfalls schwer, denn eine spürbar frische Säure hält den Wein aufrecht.
Interessant: Eine leicht spürbare Taninstruktur, die sicherlich von der Reifung im Eichenfass stammt, legt sich im Abgang auf die Zunge.
Eine „Offenbarung“: Dieser Wein am Ende eines Wintertages am Kaminfeuer mit frisch gerösteten Kastanien…
@Twitter - Erstaunlich leckerer und saftiger weisser #Rhone Wein von Santa Duc...
2010 war eine historisch geringe Ernte in Cahors, hauptsächlich aufgrund hoher Verrieselung nach der Blüte. Die Trauben hoher Qualität ermöglichten dennoch die Weine lange Zeit auf der Maische zu lassen, um Struktur und Aromen langsam und schonend zu extrahieren. Je nach Charakter und Bedarf wurden die Weine zwei Jahre lang in Betontanks, 500 Liter Fässern oder in Holztanks gereift. Heute, während die Weine ihre Reifung in Flaschen abschließen, bringen sie das Potential des Jahrgangs voll zum Ausdruck. Sie werden im April zur Verfügung stehen. Um Ihnen den Jahrgang und die Weine schon in einer Vorab-Première zu präsentieren, finden Sie hier die Verkostungskommentare die Anthony Rose im Dezember auf seinem Blog veröffentlicht hat (Den englischen Originalartikel „Cahors black magic“ auf Anthonyrosewine.com lesen).
Château du Cèdre 2010 Dichte Farbe, feine Aromen, schöne schwarze Fruchtkonzentration, mit subtilem Einfluss von Eichenholz. Sehr saftige und frische rote und schwarze Frucht mit Brombeeren und leichter Pflaumensäure im Abgang. Sehr schöne und feinstrukturierte Tannine, die den Wein ausgewogen machen. Kein „blockbuster“, aber ein äußerst trinkbarer und schmackhafter Stil.
Château du Cèdre, Le Cèdre 2010 Feine Nase, tiefe Farbe, angenehme Frische und besonders reine, brombeerähnliche Aromen. Köstliche Vinosität im Mund, Brombeer- und Kirschfrucht, vollmundig und konzentriert mit subtilem Eichenholz. Ein stabiles Säure-Rückgrat gibt Schwung und Frische. Der Wein hat eine geschmeidige Textur und endet mit einem erfrischend mineralischen Abgang. Wundervolles Gleichgewicht zwischen Frucht, Struktur und Mineralität.
Château du Cèdre GC 2010 Gute, dichte Farbe, aromatisch, wunderschöne, konzentrierte, reichhaltige, dunkle Kirschfrucht. Angenehme, würzige schwarze Frucht, sehr saftige, feine, zurückhaltende Eichenholzaromen. Sehr gute Intensität der Frucht, superbe, weiche Tannine und knackige, von großartiger Struktur unterstützte Frische. Ein Wein, der trotz seiner Kraft und Fülle im Mund schmilzt. Wunderbare Fruchtqualität.
[...] Der heutige Wein ist ein üppiger Wein - es ist ein Châteauneuf-du-Pape der von Natur aus schwer ist- dem es trotz aller Fülle gelingt leicht und fein zu schmecken. Yves Gras ist der ungekrönte König von Gigondas, einer hochgelegenen Weingemeinde, im südlichen Rhônetal am Fuße des legendären Gebirgszugs ‚Dentelles de Montmirail’.
Die Tradition des guten Geschmacks auf der Domaine Pierre Cros
Verlieren wir keine Zeit mit der Farbe und anderen visuellen Aspekten dieses Weines. Die Wahrheit, dass „Wein zum Trinken und nicht zum Ansehen geschaffen wurde“, trifft seit jeher auf diese Cuvée zu, hergestellt hauptsächlich aus Carignan-Trauben, zu gleichen Anteilen assistiert von Syrah und Cinsault und unterstützt von etwas Grenache und Mourvèdre.
Ein echter Südfranzose, der übrigens niemals versucht hat, um jeden Preis zu gefallen, der aber schon immer gefiel, und zwar wegen seines Geschmacks (und auch ein wenig wegen seines geringen Preises...). Ein verführerischer Bauer, ehrlich, einfach und sympathisch.
Die Nase des Jahrgangs 2011 ist reichhaltig und voller schwarzer Früchte, Eichenholz, Röst- und Raucharomen, sowie warmen Waldboden. Kräftig und rund, unterstützt von frischer Säure, mit angenehmen, weichen Tanninen. Relativ lang im Abgang, mit frischen Früchten, eingelegten Früchten und einigen Gewürzen.
Ein einfacher Wein – einfach zu kombinieren mit diversen Rezepten der alltäglichen Küche, einfach Freunden vorzustellen, einfach zu öffnen, einfach zu trinken, einfach zu mögen...
Verkostung Gigondas Prestige des Hautes Garrigues 2010 der Domaine Santa Duc
Sechs Monate nach dem Abfüllen möchten wir auf unseren Prestige des Hautes Garrigues und auf den Ausnahmejahrgang 2010 zurückkommen.
Die Nase ist zunächst zurückhaltend, öffnet sich bald und gewinnt rasch an Intensität und Komplexität. Viel Frucht und wilde Kräuter – Kirsche, Sauerkirsche, Blaubeeren und Walderdbeeren, Lorbeer und Rosmarin – zeugen von Jugend des Weines, ebenso wie Kakao, blonder Tabak und Zimt auf die Eichentanks verweisen, in denen der Wein über 18 Monate gereift ist. Im Mund herrschen Frische und Mineralität über Vollmundigkeit und Kraft, wodurch ein eleganter und femininer Wein entsteht, dessen Taninstruktur man allerdings nicht unterschätzen sollte. Pfeffer vermischt sich mit den Früchten, Rauch mit wilden Kräutern, getrocknete Feigen und konfierte Zitronen geben dem Wein Finesse, aromatischen Tiefgang und ein lang anhaltendes Finale.
Wir empfehlen diesen Wein leicht gekühlt und karaffiert schon in diesem Winter zu verkosten, oder ihn zu lagern und seine geschmackliche Entwicklung über viele Jahre zu genießen.
Robert Parker beschreibt diesen Wein als sensationell! „Die dunkle, purpurne Farbe wird von herrlichen Aromen von Crème de Cassis, Kirsche, Brombeeren und einer Fülle von gerösteten Kräutern, Fleisch und Lakritz begleitet. Der Wein hat eine sagenhafte Intensität, eine multidimensionale Vollmundigkeit und einen ungeheuer langen Abgang von über 40 Sekunden. Diese „Schönheit“ sollte sich über die nächsten zwei Jahrzehnte gut trinken.“
Eher jung oder lieber alt – die Kunst einen Wein aus Cahors zu verkosten
Mancher fragt sich zuweilen, zu welchem Zeitpunkt man unsere Weine am besten trinkt. Ausgestattet mit einem hohen Alterungspotential, verweilen sie oft lange Jahre im Keller, vor allem aus Furcht, man öffne sie zu früh. Nach einer kürzlich durchgeführten Weinprobe unserer jüngsten, schon abgefüllten Jahrgänge möchten wir Ihnen hier gerne unseren eigenen Gesichtspunkt präsentieren.
Seit vielen Jahren schon arbeiten wir darauf hin, unsere Weine auch in ihrer Jugend zugänglich zu machen. Wichtige Faktoren sind dabei vor allem eine naturnahe Arbeit im Weinberg, eine optimale Reife der Trauben, sanfte Extraktion im Keller und Geduld beim Ausbau der Weine. Selbstverständlich schmecken die Weine in ihrer Jugend anders, als nach 2 oder 10 Jahren Flaschenreifung, aber die Intensität des Genusses junger oder gereifter Weine wird schlussendlich von Ihrem eigenen Gaumen und Vorlieben bestimmt.
Doch beginnen wir zu Anfang mit unserer Cuvée Héritage 2010. Wir empfehlen diesen Wein, der sich gerne bescheiden und alltäglich zeigt, über die nächsten fünf Jahre zu trinken. Fein und durchaus mit Charakter, gehört er zu den Weinen, die man ohne Zögern öffnet, wenn uns die Lust auf ein gutes Glas Rotwein packt: Gegrilltes, Pizza, Coq au Vin, unter der Woche oder am Wochenende mit Familie oder Freunden... Ein äußerst geselliger Wein.
Beim Château du Cèdre 2009 gewinnt die Nase an Komplexität, im Mund spürt man wohlschmeckende Tannine, und der Ton wird im allgemeinen etwas ernsthafter. Erstrecht, wenn man bedenkt, dass diese aus Tannat, Merlot und einem Grossteil Malbec gekelterte Cuvée sich ohne weiteres 10 Jahre im Keller hält. Das soll aber nicht die Freude mindern, ihn schon vorher zu trinken. In der Jugend schätzt man seine kräftigen Aromen, voller Frucht und Frische, im Alter belohnt er unsere Geduld mit Gewürzen, Unterholz und weichem Tannin. Jung und leicht gekühlt, passt er meisterhaft zum ersten gegrillten Frühlings-Steak, nach einigen Jahren des Alterns riecht sein Atem nach frischer Herbstluft, Laub und schmackhaften Pilzen.
Die Cuvée Le Cèdre des gleichen Jahrgangs ist wahrscheinlich der mondänste unserer Weine. Purer Malbec, lange im Holz gereift, präsentiert er sich mit großer Eleganz auf allen Ebenen und liebt besondere Anlässe: Einen Geburtstag oder die Festtage am Jahresende, aber auch ein besonders gepflegtes Essen im Kreise der Familie und lang gehegter Freundschaften. Jeder von uns hat seine persönlichen Gründe, eine besondere Flasche Wein zu öffnen und zu genießen.
Der GC liebt die Langsamkeit. Er ist ein Abbild seines Terroirs und zeigt voll und ganz besondere aromatische und geschmackliche Kraft der Malbec-Traube. Er öffnet sich nach drei bis vier Jahren Kellerruhe und offenbart die wahre Vielschichtigkeit seines Bouquets im Laufe der folgenden Jahren. Ein Wein den man verkostet, und dem man zuhören sollte, denn auch wenn wir wissen, dass er sich in den nächsten 15 bis 20 Jahren positiv entwickeln wird, so können wir dennoch nicht voraussagen, mit welchem Duft und welchem Geschmack er versuchen wird, sie zu betören.
Sie sehen, es gibt viele Gelegenheiten und Gründe eine Flasche Cahors zu öffnen. Also zögern Sie nicht, denn Sie werden sicher Ihre Freude daran haben.
Habemus Papam auf der Domaine Santa Duc in Gigondas
Habemus Papam – wir haben einen Papst – das können wir jetzt einige Tage nach dem Abfüllen unseres ersten Jahrgangs aus Châteauneuf-du-Pape auf der Domaine Santa Duc auch sagen.
Habemus Papam Santa Duc - VinParleur
Wir haben den etwa 40 Jahre alten Weinberg auf den sandigen Böden im Nord-Osten der Appellation im Jahre 2009 erworben und seine Trauben 2010, ein großer Jahrgang im Rhône-Tal, zum ersten Mal geerntet. Die Trauben wurden mit natürlichen Hefen und einem Teil der Stiele vergoren, um sich schließlich über ein Jahr in den Eichentanks unseres Weingutes auszuruhen und zu harmonisieren.
Auf dem Etikett finden Sie das Portrait des aus Cahors stammenden Papstes Jean XXII, der als erster Avignon zu seinem festen Domizil wählte, und im heutigen Châteauneuf-du-Pape päpstliche Weinberge anpflanzen und ein neues Château (château neuf) errichten ließ.
Der Wein besteht zum Grossteil aus Grenache, unterstützt von einigen Mourvèdre-Trauben und zeigt eine typisch leichte Farbe, eine feine und elegante Nase, sowie einen saftigen, weichen und geradlinigen Geschmack. Nachdem sie sich im Frühjahr auf einigen internationalen Weinevents präsentiert hat, ist dieses Kind von Châteauneuf geboren im Terroir der Saintes Vièrges (die Heiligen Jungfrauen), delikater Nachbar von La Crau, heute bereit auch Ihrem Gaumen gegenüber zu treten.
Guten Geistes, lädt unsere Päpstin Sie zum Genießen, Trinken und Lachen ein. Ein göttlicher Wein, oder zumindest fast? Dieses Urteil überlassen wir Ihnen selbst...
Im Übrigen freuen wir uns, Sie darüber zu informieren, dass wir gerade weitere 2,5 Hektar Rebgärten in den Lagen La Crau und La Font des Papes in Châteauneuf-du-Pape erworben haben, was unsere Gesamtrebfläche in dieser Appellation auf 3,75 Hektar vergrößert.