Noch während der Ernte gaben uns die Trauben schon einen Einblick in die qualitative Hochwertigkeit des Jahrgangs. Von der sommerlichen Hitzewelle haben unsere Reben nur wenig abbekommen und zeigten ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Zucker und Säure, sowie eine äußerst hohe Tanninreife. Während der Jahrgang zu Anfang noch als besonders frühreif galt, brachten uns einige willkommene Regenschauern im August wieder zu normalen Reifezeiten zurück. Die verkosteten Beeren und die ersten Gärungen versprachen einen besonders harmonischen Jahrgang.
Ganz im Sinne unserer Philosophie, die Frische und die Aromen der Frucht zu respektieren, haben wir die Trauben bei niedriger Temperatur vergoren, ohne jemals eine Temperatur von 25°C zu übersteigen. Zusammen mit einer relativ kurzen Maischung zwischen 12 und 18 Tagen bleibt die feine Aromatik des Grenache hierdurch erhalten. Unsere ersten Versuche mit 800 L Tongefässen zur Reifung des Weines im vergangenen Jahr sind äußerst vielversprechend. Wir haben daher entschieden, unseren Reifekeller für den Jahrgang 2015 weiter mit diesen Gefäßen zu bestücken.
Ein starkes Stück im Glas! Domaine Santa Duc Roaix 2010
Der Jahrgang 2010 bleibt eine erstklassige Wahl im Rhône Tal. Der lange, sonnige Spätsommer brachte voll ausgereifte Trauben, eine gute Grundlage für Weine mit beachtlicher Finesse und Harmonie.
Die Grenache und Syrah Trauben für diesen Wein stammen aus den Weinbergen von Roaix, zwischen Rasteau und Vaison-la-Romaine. Sie füllen das Glas mit einem dunklen, blutroten Wein und dem kräftigen Duft von Feigen und getrockneten Aprikosen, Honigkuchen und Lakritz. Meine Nase lässt sich sofort verführen, fasziniert von der Intensität des Bouquets, das sich stetig um den Duft von Kirschen und weiteren Gewürzen bereichert.
Frische Säure, feine, noch junge Tannine, umgeben von einer angenehmen Süße, mehr und mehr Würze und lang anhaltende Aromen. Ausgeglichen, schmackhaft und noch jugendlich, verspricht dieser Wein noch einige Jahre Lagerkapazität. Wenn Sie ihn diesen Winter öffnen, sollten Sie ihn in einer Karaffe servieren.
FLEISCHLICHE BEILAGEN: Die Intensität und der Charakter des Weines verdienen ein schönes Stück gegrilltes Fleisch, Rind, Lamm, Strauss, ohne großes Gehabe, nur mit ein wenig Salz und Pfeffer. Für komplexere Speisen mit Saucen und Gewürzen sollten Sie noch ein paar Jahre warten, damit der Wein seine volle Aromatik entfalten kann.
PFLANZLICHE BEILAGEN: Gegrilltes Gemüse in Olivenöl, Kürbispfanne mit Tomatenreis, Tofu-Burger mit Balsamico-Sauce oder mit Steinpilzen gefüllte Cannelloni... Holen Sie ordentlich Power aus Ihrem Gemüse!
Im vergangenen Jahr hatten wir einen spätreifen Jahrgang. Im Bereich um Gigondas, Plan de Dieu, Rasteau... gab es im September nur wenig Niederschlag, sodass wir in aller Ruhe auf die volle Reife der Trauben warten konnten. Die letzten Früchte erreichten schließlich am 10. Oktober unseren Keller.
Überzeugt, dass der Geschmack des Weines aus seinem Terroir und seinen Früchten entsteht, verhalten wir uns im Keller eher zurückhaltend. Unser Hauptanliegen ist es, die gesamte Qualität der Trauben zu bewahren. Dazu sortieren wir sorgfältig reife und aromatische Früchte aus, vergären Sie mit Hilfe natürlicher Hefen und passen Mazeration und Extraktion an die Tanninstruktur der Trauben an.
Zu Beginn der Kellerarbeit, wenn wir die Ernte zum Gären in die Tanks bringen, geben wir gemäßigte Mengen von Schwefel hinzu, um uns gegen die Entwicklung von unerwünschter Hefen abzusichern. Dieses vereinbart sich bestens mit unserer Philosophie, denn wir sehen uns weder als Freund noch Feind des Schwefels und passen seinen Einsatz an den Bedarf eines jeden Jahrgangs und jeden Tanks an. Die Empfindlichkeit gegenüber Sauerstoff der verschiedenen Rebsorten, die Häufigkeit der Abstiche, bei denen der Wein vom Hefebett getrennt wird, das Auffüllen der Barriques und die konstante Temperatur unseres Kellers sind, unter anderem, wichtige Faktoren, die für ein harmonisches und gesichertes Reifen eines jeden Weines berücksichtigt werden sollten. Allein die Summe aller Faktoren erlaubt dem Wein sich zur geschmacklichen Harmonie zu entwickeln und den Charakter seiner Herkunft frei zum Ausdruck zu bringen.
In den letzten Jahren hat unser Streben nach dem reinen und edlen Ausdruck der Frucht und des Terroirs unsere Arbeit im Keller orientiert. Eichenholz spielt daher immer noch eine wichtige Rolle bei der Reifung der Weine. Das regelmäßige Auffüllen der Holzfässer und die Migration der Tannine aus dem Eichenholz zum Wein, erlauben eine gemäßigte aber kontrollierte Sauerstoffzufuhr, was für eine „zarte“ Rebsorte wie der Grenache unentbehrlich ist. Der Grossteil der kleinen Fässer wurde in den letzten Jahren durch große Fuder ersetzt, was das Kräfteverhältnis der beiden Elemente Holz und Wein entschieden verändert hat. Und es erscheint uns wesentlich, das Letzterer stets die Oberhand behält.
In der Kontinuität dieser Arbeit, hat sich unsere Keller in diesem Jahr um drei 800 Liter fassende Tongefässe aus Impruneta bereichert. In dieser Hochburg der Töpferei nahe Florenz gewinnt man schon seit vielen Jahrhunderten eine spezielle Tonsorte aus dem Boden, die zur Herstellung von Tonkrügen für Wein und Olivenöl besonders geeignet scheint. Die von Hand hergestellten Gefäße haben eine vollkommen glatte Oberfläche und ermöglichen die Reifung der Weine ohne jegliche Zufuhr von Tanninen und Aromen, während ihre spezielle Form den Ausdruck der Frucht und der Mineralität favorisiert. Für diesen ersten Jahrgang enthalten die Tongefässe einen reinen Grenache aus der Crau in Chateauneuf-du-Pape und einen Mourvèdre, der aus dem Terroir der Hautes Garrigues in Gigondas stammt.
Aus der Trinkbar - « Les Fournas » Sablet blanc 2012 von Domaine Santa Duc
Das ruhige Dörfchen von Sablet liegt nördlich der Dentelles de Montmirail, genau zwischen Gigondas und Séguret. Auf den rund 340 Hektar Rebfläche wachsen überwiegend rote Rebsorten. Weißer Sablet ist damit eher eine Seltenheit, ein kostbarer Wein...
Diese « Assemblage » aus Viognier, Bourboulenc, Grenache, Clairette und Roussanne kommt mit einer schönen funkelnden goldenen Farbe daher, die bereits Ihren Augen Durst macht! Mit einer Schale frischer Aprikosen und einem riesigen Strauß weißer Blumen setzt das Bouquet die begonnene Arbeit der Verführung fort. Obwohl rund im Mund, sogar cremig, zeigt der Wein keinerlei Mangel an Leichtigkeit und seine Frische wird von einigen zarten Grapefruit- und Zitronen-Aromen noch hervorgehoben. Dieser Wein ist der perfekte Begleiter für eine sommerliche Mahlzeit auf der Terrasse, für einen Aperitif am Pool oder für stillen abendlichen Genuss in der Nähe des Mittelmeeres.
PFLANZLICHE BEILAGE: Geniessen Sie ihn zu einem schönen grünen Salat mit getrockneten Tomaten, Ziegenkäse, gegrillten Paprikastreifen und Pinienkernen, oder versuchen Sie ihn zu einem cremigen Humus oder einem Gemüsecurry mit Limetten.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Ausgezeichnet zu einem Grapefruit-Avocado-Salat mit Chili-Garnelen, zu einem gegrillten Hähnchen mit Gewürzen oder einer gebackenen Dorade.
Aus der TrinkBar ... Santa Duc Les Quatre Terres Côtes du #Rhône
Nicht weniger als vier Terroirs (Rasteau, Vacqueyras, Roaix und Séguret), sechs Rebsorten (Grenache, Syrah, Mourvèdre, Carignan, Cinsault und Clairette), und mehrere Personen (einschließlich Yves und Robin) haben zur Herstellung dieses schönen, roten Côtes du Rhône 2012 beigetragen.
Und was für ein Rot! Rubin, glänzend und tief ... eine wahres Schmuckstück im Glas. Er empfängt mich freundlich mit einem großzügigen Bouquet aus frischen, roten und schwarzen Früchten, prall gefüllt mit Himbeeren, Erdbeeren, Brombeeren und schwarzen Johannisbeeren. Schwarzer Pfeffer, Lorbeer und Rosmarin fügen angenehme Frische und jede Menge Natur hinzu. Vollmundig, mäßig tanninhaltig, angenehm frisch, geradlinig und präzise... Man kann sagen, was man will, es handelt sich um einen richtigen "First Class Côtes du Rhône“!
Sie werden glücklich sein, diesen Wein in Ihrem Keller zu haben, weil er allen Gelegenheiten, die eine sehr gute Flasche Rotwein erfordert Genüge tut. Aber Vorsicht, wenn es sich herumspricht, könnte die Anzahl der Freunde, die Ihnen einen spontanen Besuch abstatten dramatisch ansteigen...
FLEISCHLICHE BEILAGE: Mediterrane Küche in allen Varianten. Schwein, Rind, Lamm oder Ente, gepfeffert und gesalzen, mit gegrilltem Gemüse und Olivenöl. PFLANZLICHE BEILAGE: Immer noch mediterrane Küche in allen Varianten, ohne Schwein, Rind, Lamm oder Ente ... Einfach viel gegrilltes Gemüse in Olivenöl, dazu Reis oder geröstetes Knoblauchbrot.
„Ein CRU von großzügigem Geist“, das sagt RASTEAU über RASTEAU. Zumindest seit 2010, dem Geburtsjahr dieses 8. CRU des südlichen Rhône-Tals („CRU“ ist die höchste Einstufung einer AOC in der Rhône), bis dahin Côtes du Rhône Villages. In RASTEAU herrscht die Rebsorte GRENACHE (unterstützt von SYRAH und MOURVÈDRE, aber auch einige „kleine Helfer“ wie CARIGNAN, COUNOISE und vielen anderen), und legt den Grundstein für üppige, trockene Rotweine, sowie verführerische und faszinierende natürliche Süßweine.
Rasteau
Nördlich des Flusses Ouvèze, zwischen 120 und 360 Meter über dem Meeresspiegel gelegen, bietet der Bereich RASTEAU eine große Vielfalt an Böden. Von den höchsten bis zu den tiefsten Lagen trifft man Mergel, Sand und Safres (ein spezieller, sandiger Bodentyp) sowie eiszeitliche Kieselterrassen. Ein schönes Terroir, nach Süden und zur Sonne ausgerichtet und vom kühlen Mistralwind temperiert.
Was ich an „RASTEAU-WEINEN“ mag? Ihre KRAFT. Das ist das Erste, was mir in den Sinn kommt. Ein ambivalentes Wort, denn oft, aber nicht notwendigerweise, mit „reich an Alkohol“ übersetzt. Denn auch wenn die meisten der Weine der Appellation perfekt zu den kühleren Jahreszeiten Herbst und Winter passen, gehören auch „Mineralität“ und „Frische“ durchaus zum Verkostungsvokabular von RASTEAU.
Wenn ich also von KRAFT rede, meine ich eher die allgemeine Präsenz der Weine, sowohl in der Nase, als auch am Gaumen: Rund und voll auf der Zunge, manchmal mit beeindruckender Taninstruktur, zusammen mit einem oft intensiven Bouquet aus schwarzem Obst und Kräutern in der Jugend, eher würzig, mit kompotierten Früchten und Tabak nach ein paar Jahren des Reifens.
Sicher ist, dass RASTEAU auf rund 950 Hektar Rebfläche Weine von starkem und original-mediterranen Charakter produziert, die über die Jahre einen festen Platz in meinem Keller gefunden haben...
Rasteau Domaine Santa Duc
RASTEAU „LES BLOVAC“ VON DOMAINE SANTA DUC TERROIR : Alte Reben, die in der südliche orientierten Hanglage „Les Blovac“ wachsen. Steinige Lehm- und Sand-Böden. REBSORTEN : Grenache 70 %, Syrah 15 %, Mourvèdre 15 %. VINIFIKATION : Die Trauben werden entrappt, lange maischegärung bei kontrollierter Temperatur, sanfte Extraktion von Farbe und Tanninen. AUSBAU : Auf der Feinhefem im Beton- und Holztank.
Yves Gras: Wie können wir uns und unsere Weinberge an den Klimawandel anpassen?
Die letzten Tage vor Beginn der Weinernte sind Tage des Wartens und der Ruhe. Ein Moment, der erlaubt, laut zu denken und über vergangene und kommende Jahre nach zu sinnen. Seit ungefähr sechs Jahren scheinen unsere Weine feiner und subtiler geworden zu sein, ohne ihren Charakter und ihre Kraft zu verlieren. Ein Jahrgangseffekt? Vielleicht. Eine Stiländerung? Das ist nicht unser Anliegen. Überzeugt davon, dass das Terroir unsere Weine macht, bleibt unser Einfluss auf ihren Charakter gering.
Aber die Umwelt unserer Reben ist in ständiger Veränderung
Einige Faktoren, etwa das Klima, wandeln sich sogar sehr schnell. Also müssen wir uns anpassen: An stärkere und häufigere Winde, an Trockenheit und aleatorische Niederschläge, an über das Jahr gerechnete höhere Temperaturen. Denn wenn das Klima sich ändert, ändern sich die Reben ebenfalls: Ihr Wachstum und Verhalten, das Reifen und die Reife der Früchte und folglich, die Komposition und der Charakter des Weines. Wir Winzer müssen dieser Entwicklung folgen und Wege suchen, die geschmackliche Harmonie aufrecht zu erhalten.
Wie ist das möglich?
Indem wir bei optimaler Reife ernten, erhalten wir zum Beispiel die aromatische Frische der Trauben. Weitere, im Keller getroffene Maßnahmen zielen ebenfalls darauf ab, die gesamte Qualität der Frucht zu erhalten und zum Ausdruck zu bringen: Früher Schutz der Ernte und des Mosts gegen Oxidation, Gärung bei niedriger Temperatur, schonende Extraktion von Farbe und Gerbsäure und Lagerung der Weine in Holztanks statt in Fässern. Wir legen den Akzent auf den Ausdruck des Weines, das Eichenholz soll ihm nur dienen und verschönern. Der erste, große Schritt, den wir aber schon vor einigen Jahren unternommen haben, um uns an Entwicklungen im Weinberg anzupassen, war unsere Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Abgesehen davon, dass Letztere saubere und gesündere Produkte hervorbringt, fördert sie vor allem den Erhalt einer ausgeglichenen Umwelt und eines lebendigen Terroirs. Ich möchte meinen Kindern intakte und ausgeglichene Böden hinterlassen, auf denen sie weiterhin Reben anbauen können. Wir haben die Chance in Gigondas, dass unseren Eltern uns unverdorbene Böden vererbt haben. Eine Tradition, die wir fortsetzen müssen.
Weinreben besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Anpassung
Des Weiteren scheint es mir sehr schwierig, die Entwicklung des Weinbaus in unserer Region vorher zu sagen. Weinreben besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Anpassung, aber vielleicht müssen wir in der Zukunft an den Rebunterlagen oder an den Rebsorten arbeiten... Wir werden sehen. Zumindest glaube ich, dass unsere Weine sich in den letzten Jahren entwickelt oder geändert haben, und dass sie sich in den nächsten Jahren weiterhin entwickeln werden. Denn Reben, Wein und Klima sind allesamt natürliche und lebendige Faktoren, mit teilweise unvorhersehbarem Verhalten. Sie geben den Ton und die Richtung an, wir folgen!
CAIRANNE - MESSAGE ON A TRAILER #rhone #Wein #Kunst
Kunst und Wein: Jedes Jahr vereinen sich Künstler und Winzer im Weindorf Cairanne (Rhône-Tal), um einen „Wettbewerb der schönsten Treckeranhänger“ zu veranstallten...