Biologische Landwirtschaft in den Weinbergen, geringe Erträge, eine optimale Reife, bestimmt vom geschmacklichen Gleichgewicht der Trauben, spätes Ernten und leichtes Entblättern, um die Trauben der Kraft der spätsommerlichen Sonne auszusetzen. Ziel dieser Arbeit ist es, reife Aromen und kraftvolle Tannine mit der natürlichen Frische des Terroirs zu vereinen.
Während es keinen Grand Grenache in 2011 gab, hat der 2012er eine Menge zu bieten. Der zu 100% aus Grenache hergestellte Wein zeigt fantastische Kirsch-Aromen, Erdbeere, Lakritz und blumigen Charakter, sowie Fülle, Reichhaltigkeit und Tiefgang am Gaumen. Ein wunderbarer Vertreter der Rebsorte, sehr elegant und mit prächtiger Struktur, den man schon jetzt geniessen kann und der noch mindestens 15 Jahre reifen kann.
Ich gebe zu, es ist noch ein wenig früh, um über den Jahrgang 2014 zu berichten, aber wenn man derzeit durch die Keller stöbert und an dem einen oder anderen Tank probiert, kann man sich schon ein ungefähres Bild machen. Ein beruhigendes Bild, denn trotz des launischen Wetters in manchen Weinregionen Frankreichs, haben unser Freunde, die Hefen, sämtliche geernteten Trauben in den letzten Wochen zu Wein verarbeitet. Und zu gutem Wein!
Millésime 2014
Im Languedoc schien der Wettergott zu Anfang des Herbstes besonders schlecht gelaunt zu sein. Zum Glück bekamen bei Pierre Cros im Minervois nur einige Carignan-Trauben die erste Regenwelle zu spüren, während die übrigen Trauben schon gemütlich im Keller vor sich hin gärten. Carignan ist eine äußerst robuste Rebe und die alten, oft hundertjährigen Weinberge von Pierre Cros lassen sich vom kapriziösen mediterranen Wetter nicht besonders beeindrucken. Ich kann Ihnen auch schon ein paar von Pierres 2014-Geheimnissen verraten: Es liegen einige AUSSERGEWÖHNLICHE Syrah-Weine in Pierres Keller, und die Trauben, der im Frühjahr 2012 gepflanzten alten Rebsorten (Aramon, Picpoul noir, Ribeyrenc...) wurden zum ersten Mal zu Wein verarbeitet...
Gleiche Region, gleiches Wetter für die Domaine de l’Arjolle. Es gab viel Arbeit um die vielversprechende Ernte einzubringen, bevor das Wetter anfing zu toben. Das Erntegut wurde sorgfältig überprüft und eventuell beschädigte Trauben aussortiert, die Gärungen verliefen glatt und ohne Zwischenfälle, und das Ganze ergab eine weniger ergiebige Ernte als in vergangenen Jahren. Das Ergebnis im Glas schmeckt aber schon gut. Sehr gut sogar.
Es war ein schwieriger Jahrgang in der Champagne. Während der gesamten Saison war äußerste Wachsamkeit geboten, um Blüten, Trauben und Blätter gegen Mehltau zu schützen, der sich den regelmäßigen Regen im Juli zu Nutze machen wollte. Das gesamte Team von Champagne Paul Lebrun scheint gute Arbeit geleistet zu haben, denn die Weinberge befanden sich in ausgesprochen gutem Zustand, als ich sie Mitte September, einige Tage vor Erntebeginn besuchte. Man konnte also ruhig bis zur optimalen Traubenreife abwarten, und am 15. September mit dem Pflücken im Sézannais und auf der Côtes des Blancs beginnen (6 Tage nach offiziellem Erntebeginn in der Region). Im hochwertigen Terroir des Clos l’Abbé begann die Ernte der vollreifen Chardonnay-Trauben erst am 20. September.
Millésime 2014
Dem Malbec in Cahors geht’s gut! Nach einer ziemlich kleinen Ernte 2013, sind die Erträge in diesem Jahr wieder auf ein normales Niveau angestiegen. Und die Qualität scheint über dem Durchschnitt zu liegen. Pascal Verhaeghe sagte mir, dass im Keller des Château du Cèdre in diesem Jahr zum ersten Mal mehrere Tanks ohne jeglichen Zusatz von Schwefel vergoren wurden! Eine Positive Entwicklung, die man im Auge behalten sollte...
Ist Gigondas in diesem Jahr der König des Rhône-Tals? Einige frühreife Weinberge wurden schon Anfang September geerntet, und dann begann das Warten. Denn die Drohungen des Wetters machten sich nicht wahr, und das Relief der Dentelles de Montmirail bekam nur einige kleine Schauer während der Reifezeit der Trauben ab. Und das Warten hat sich gelohnt, denn im Keller lagern einige Gigondas-Weine, die sich sehen lassen können: Kraftvoll, elegant und komplex! Laut Yves Gras ein Jahrgang, der sich an der Qualität der Jahrgänge 2012 und 2013 ohne weiteres messen kann.
Yves Gras: Wie können wir uns und unsere Weinberge an den Klimawandel anpassen?
Die letzten Tage vor Beginn der Weinernte sind Tage des Wartens und der Ruhe. Ein Moment, der erlaubt, laut zu denken und über vergangene und kommende Jahre nach zu sinnen. Seit ungefähr sechs Jahren scheinen unsere Weine feiner und subtiler geworden zu sein, ohne ihren Charakter und ihre Kraft zu verlieren. Ein Jahrgangseffekt? Vielleicht. Eine Stiländerung? Das ist nicht unser Anliegen. Überzeugt davon, dass das Terroir unsere Weine macht, bleibt unser Einfluss auf ihren Charakter gering.
Aber die Umwelt unserer Reben ist in ständiger Veränderung
Einige Faktoren, etwa das Klima, wandeln sich sogar sehr schnell. Also müssen wir uns anpassen: An stärkere und häufigere Winde, an Trockenheit und aleatorische Niederschläge, an über das Jahr gerechnete höhere Temperaturen. Denn wenn das Klima sich ändert, ändern sich die Reben ebenfalls: Ihr Wachstum und Verhalten, das Reifen und die Reife der Früchte und folglich, die Komposition und der Charakter des Weines. Wir Winzer müssen dieser Entwicklung folgen und Wege suchen, die geschmackliche Harmonie aufrecht zu erhalten.
Wie ist das möglich?
Indem wir bei optimaler Reife ernten, erhalten wir zum Beispiel die aromatische Frische der Trauben. Weitere, im Keller getroffene Maßnahmen zielen ebenfalls darauf ab, die gesamte Qualität der Frucht zu erhalten und zum Ausdruck zu bringen: Früher Schutz der Ernte und des Mosts gegen Oxidation, Gärung bei niedriger Temperatur, schonende Extraktion von Farbe und Gerbsäure und Lagerung der Weine in Holztanks statt in Fässern. Wir legen den Akzent auf den Ausdruck des Weines, das Eichenholz soll ihm nur dienen und verschönern. Der erste, große Schritt, den wir aber schon vor einigen Jahren unternommen haben, um uns an Entwicklungen im Weinberg anzupassen, war unsere Umstellung auf ökologische Landwirtschaft. Abgesehen davon, dass Letztere saubere und gesündere Produkte hervorbringt, fördert sie vor allem den Erhalt einer ausgeglichenen Umwelt und eines lebendigen Terroirs. Ich möchte meinen Kindern intakte und ausgeglichene Böden hinterlassen, auf denen sie weiterhin Reben anbauen können. Wir haben die Chance in Gigondas, dass unseren Eltern uns unverdorbene Böden vererbt haben. Eine Tradition, die wir fortsetzen müssen.
Weinreben besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Anpassung
Des Weiteren scheint es mir sehr schwierig, die Entwicklung des Weinbaus in unserer Region vorher zu sagen. Weinreben besitzen eine außergewöhnliche Fähigkeit zur Anpassung, aber vielleicht müssen wir in der Zukunft an den Rebunterlagen oder an den Rebsorten arbeiten... Wir werden sehen. Zumindest glaube ich, dass unsere Weine sich in den letzten Jahren entwickelt oder geändert haben, und dass sie sich in den nächsten Jahren weiterhin entwickeln werden. Denn Reben, Wein und Klima sind allesamt natürliche und lebendige Faktoren, mit teilweise unvorhersehbarem Verhalten. Sie geben den Ton und die Richtung an, wir folgen!
Aus der TrinkBar– Domaine Santa Duc Vacqueyras 2010
Ich liebe Rhône-Weine aus 2010! Regelmäßige Besucher meines Blogs werden es schon bemerkt haben.
Domaine Santa Duc Les Aubes Vacqueyras 2010
Ich habe daher diese Flasche aus Yves Gras Weinbergen in Vacqueyras mit einer gewissen Spannung und Erwartung geöffnet. Der überwiegende Anteil von Grenache, geholfen von etwa einem Fünftel Syrah, beschert uns ein intensives Aroma aus Pflaumen, Schokolade und Honigkuchen, in einem ebenso wilden und kompromisslosen Stil, wie die Kalkfelsformationen der Dentelles de Montmirail, die das Dorf überblicken. Sehr ausdrucksstark im Mund, großzügig und zugleich mineralisch frisch, ohne Anstalten zu machen, die typischen und charmanten Rundungen der südlichen Rhône-Weine zu verstecken.
Perfekt zu Schmorbraten, Lammkeule, Ratatouille, aber auch zu Marrokanischer Küche.
[...] Rund und weich, mit solider Säure und voller Frische, zeigt saftige, rote Frucht, Leder, Lakritz und Pfefferduft in der Nase. Der Wein hat ein hervorragendes Potential und sollte mindestens 8 bis 10 Jahre reifen können. Jeb Dunnuck Dezember 2013, The Wine Advocate
Santa Duc Grand Grenache Gigondas
Santa Duc „Prestige des Hautes Garrigues“ 2012
Der dunkelste aller Santa Duc Weine, mit wunderbarer schwarzer Frucht, Pfeffer, neuem Leder, Lakritz und allerlei Gewürzen. Ein klassischer, fülliger Gigondas, der alles richtig macht! Besitzt überwältigende Reinheit, sowie die für den Jahrgang typische Frische und Eleganz. Jeb Dunnuck Dezember 2013 - The Wine Advocate
Domaine Santa Duc Gigondas
Santa Duc „Grand Grenache“ 2012
Während es keinen Grand Grenache in 2011 gab, hat der 2012er eine Menge zu bieten. Der zu 100% aus Grenache hergestellte Wein zeigt fantastische Kirsch-Aromen, Erdbeere, Lakritz und blumigen Charakter, sowie Fülle, Reichhaltigkeit und Tiefgang am Gaumen. Ein wunderbarer Vertreter der Rebsorte, sehr elegant und mit prächtiger Struktur, den man schon jetzt geniessen kann und der noch mindestens 15 Jahre reifen kann. Jeb Dunnuck Dezember 2013 - The Wine Advocate
... Mit seinen reichhaltigen, würzigen Aromen und dem ausgereiften und gut strukturierten Geschmack, ein echt klassischer Gigondas. Vollmundig, mit reifem Tanin und beachtlich langem Abgang. Über die nächsten 7 bis 8 Jahre trinken. Jeb Dunnuck Dezember 2013, The Wine Advocate
Domaine Santa Duc Gigondas
Santa Duc Gigondas „Prestige des Hautes Garrigues“ 2011
Intensive Nase von dunklem Fruchtlikör, angereichert mit frischem Blütenduft und weissem Pfeffer. Weich und kräftig im Geschmack, mit süsser Brombeer- und Johannisbeerfrucht, zu der sich nach einiger Zeit der Duft von Rauch und Mokka gesellen. Samtige Tanine begleiten den beeindruckend langen Abgang, untermalt von Heidelbeer- und Lakritzaromen. Josh Raynolds Stephen Tanzer’s International Wine Cellar
Domaine Santa Duc Gigondas Prestige des Hautes Garrigues
Santa Duc „Prestige des Hautes Garrigues“ 2011
Der 2011 Gigondas Prestige des Hautes Garrigues ist ebenfalls grossartig und zeigt klassiche Gigondas-Würze, Lakritz, Leder und grosszügige rote und schwarze Frucht. Dieser vollmundige Wein hat eine tolle Struktur, feine Gerbsäure und ein fast dekadentes, berauschendes Finale. Er öffnet sich sehr gut im Glas und sollte sich über die nächsten 10 bis 12 Jahre hervorragend weiterentwickeln. Jeb Dunnuck Dezember 2013 - The Wine Advocate
Rhône 2013 - Ein Jahrgang voller guter Überraschungen
Wir haben am Freitag den 27. September mit der Ernte begonnen. Erste Syrah und Grenache Trauben kamen aus unseren Weinbergen in Châteauneuf-du-Pape und Vacqueyras. Trotz der allgemein recht kapriziösen Wetterbedingungen zu Anfang des Jahres, zeigen beide Rebsorten Trauben von exzellenter Qualität. In einigen Bereichen sind die Erträge beim Grenache sehr niedrig, was auf die Verrieselung zurückzuführen ist, hervorgerufen durch die warmen Wetterbedingungen in den Tagen nach der Blüte. Die im Julie von Hagel getroffenen Weinberge in Rasteau und Roaix zeigen keinerlei Schäden an den Trauben.
Die gesamte Ernte war von guten Wetterbedingungen gezeichnet, mit viel sonnigen und recht warmen Tagen. Einige Gewitter Ende September haben vor allem den spät reifenden Mourvèdre-Trauben und den höher gelegenen Weinbergen im «Clos Derrière Vieille» oberhalb von Gigondas genutzt.
Erste Verkostungen zeigen, dass die noch gärenden Weine die Versprechen der Trauben zu halten scheinen: Viel Frucht und angenehme Frische beim Grenache, saftiges Fruchtfleisch und würzige Schalen bei der Syrah, knackige Frucht und feine Tannine beim Mourvèdre. Die gesamte Ernte zeigt einen moderaten Zuckergehalt, was ein sehr gutes Gleichgewicht zwischen Frische, Vollmundigkeit und Tanninstrucktur verspricht.
Köstlich! Châteauneuf-du-Pape „Habemus Papam“ 2012 von Yves Gras
Jeb Dunnuck, Robert Parkers Nachfolger im Rhône-Tal, hat unserem Weingut im August einen Besuch abgestattet. Eine gute Gelegenheit, die Weine der beiden letzten Jahrgänge zu verkosten und eine Bilanz zu ziehen. Jeb Dunnuck zeigte sich sehr zuversichtlich, was die Qualität des schon abgefüllten Jahrgangs 2011 angeht und bezeichnete den noch in Keller reifenden Jahrgang 2012 als «Exzellent»!
Unter den probierten Weinen, liegt uns die Cuvée Habemus Papam 2012 (Châteauneuf-du-Pape) besonders am Herzen. Bereits unserer dritter Jahrgang in den Weinbergen der «Saintes Vièrges», wurden dem Wein 2012 zum ersten Mal Trauben aus unseren in La Crau und La Font des Papes gelegenen Weinbergen in Châteauneuf-du-Pape hinzugefügt. Es handelt sich daher auch um den ersten Jahrgang, in dem wir eine nennenswerte Menge hergestellt haben und hoffen, der steigenden Nachfrage nach dieser Cuvée gerecht werden zu können.
Dominiert von der frischen Frucht des Grenache, überrascht die Assemblage der drei grossen Holztanks mit einer kräftigen und aromatischen Duft. Die Syrah hält sich zunächst zurück, verführt aber immer mehr mit ihrem delikaten Pflaumenduft und allerlei Gewürzen: Sternanis und Pfeffer, ein Hauch von Nelken und einige schwarze Oliven. Feine und elegante Holznoten machen sich kurzzeitlich bemerkbar, verschmelzen aber rasch mit dem Bouquet. Eine angenehm schmeichelnde Nase, von erstaunlicher Komplexität.
Am Gaumen dominieren saftige rote Früchte, von mineralischer Säure und eleganten Tanninen unterlegt. Ein Wein, den man währen einer der aufkommenden Winterabende schon gerne geniessen würde... der aber noch bis zum nächsten Frühjahr in unseren Kellern reifen wird.