Braucht Wein mehr Freiheit? Darauf haben wir noch keine Antwort. Wenn wir auch sehr wenig ins Werden unserer Weine eingreifen, wachen wir doch sorgfältig über ihre Entwicklung im Keller, und die Kreation des Cahors Extra Libre wurde nur nach jahrelanger Vorbereitung im Weinberg möglich.
Ein freier Wein, der sofort (schwarze) Farbe bekennt. Waldbeeren, Gewürze und Pfeifentabak... ein scheinbar unbezähmbares Bouquet. Schnell heimisch im Glas, mäßigt er rasch sein Temperament und bekennt sich zur Frucht und zu recht leichten Düften wie Veilchen und Holunderblüten. Am Gaumen überrascht er gleichermaßen und zeigt sich zugleich unbesorgt und leicht, sowie dicht und kompakt. Äußerst delikat, versucht er jedoch niemals seine Heimat Cahors zu verleugnen, wie der von Gewürzen und Zedernholz geprägte Abgang zeigt.
Ein Wein, der uns durch seine Ausdruckskraft und seine Vielfältigkeit überrascht und dabei seinen Wurzeln und seiner Rebsorte treu bleibt. Er ist wirklich frei, dieser Cahors...
Aus der TrinkBar... Le Cedre Heritage #Cahors 2012
Besonders liebe ich diesen ausdrucksvollen Rotwein im Sommer! Was wirklich auffällt, wenn man ihn verkostet, ist seine Frische und Lebendigkeit, die er an den Tag legt. Mäßig tanninhaltig, würde ich ihn als knackig und energisch beschreiben, mit gerade genug Vollmundigkeit wie nötig. Kann man von einem Wein aus Cahors sagen, dass er ein echter Durstlöscher ist? Ja, das kann man, denn dieser Wein ist der lebendige Beweis! Es ist ein junger, begeisterter und offenbar glücklicher Wein ...
Le Cèdre Héritage 2012 Cahors
Habe ich vergessen, seine visuellen und olfaktorischen Aspekte zu erwähnen? Bitte verzeihen Sie mir: Er ist schwarz und purpurn, wie es sich für einen Malbec gehört, mit einem schönen Bouquet von frischen schwarzen Früchten, einem Hauch von Veilchen und karamellisierten Haselnüssen.
Die FLEISCHLIEBHABER unter den Weintrinkern werden sich freuen, diesen Wein zu entdecken, denn er ist ein inbrünstiger Befürworter langer Grillabende im Sommer. Er kümmert sich aber auch mit Begeisterung um den VEGETARISCHEN Weinliebhaber, indem er einen frischen Tomaten-Salat mit Fetakäse und schwarzen Oliven geschmacklich verschönert und ausgezeichnet zu allerlei gegrilltem Sommergemüse passt.
Departures Magazine über französischen #Malbec: „Chateau Du Cedre’s Le Cedre 2011- mein Lieblings-Cahors!“
Departures Magazine What to Drink Now: Getting to Know French Malbecs
Dank der Weinliste des « Cherche Midi », dem neuen Bistro von Keith McNally auf der New Yorker Lower East Side, konnte ich mich näher mit meinem bevorzugten Cahors anfreunden, der Cuvée Le Cèdre 2011 des Château du Cèdre. Es lohnt sich, alle Weine dieses Produzenten näher zu betrachten, einschließlich der Cuvée Château du Cèdre Cahors 2011 mit ihrem herzhaften Pflaumengeschmack.
Aber der pechschwarze Le Cèdre, eines der Premium-Produkte des Château du Cèdre, vereint eine Menge von Widersprüchen in sich. Und wie bei allen großen Weinen, sind sie mit viel Eleganz vereint. Er ist reichhaltig aber nicht schwer. Er ist voller schwarzer, süßer Früchte – Kirsche, Brombeere – aber er hat einen langen, präzisen Abgang ohne mit einer gewissen Leichtigkeit. Eine dezente Teernote macht die Dinge noch interessanter. Und er passt auf fantastische Weise zum T-Bone Steak des „Cherche Midi“. Diese Weine sind durch und durch für rotes Fleisch gemacht.
Wenn Sie auch von einer „soliden Rotwein Diät“ leben, ist LE CÈDRE ein First-Class-Ticket zum nächsten Malbec Niveau.
Mir wurde die Größe der Rebsorte Malbec zum ersten Mal in einer Reihe von Verkostungen auf der Pro Wein 2004 bewusst. Besser spät als nie ...
Zuvor war ich ihm vor allem in einigen billigen Flaschen von seelenlosen Negociants begegnet, die im grossen Stil den Ausverkauf der renommierten AOC Cahors betrieben. Schande über sie!
Pascal Verhaeghe Château du Cèdre Cahors
Aber die Malbec Weine, die im Jahr 2004 meinen Weg gekreuzt haben (und die ich auch heute noch schätze und trinke), haben zum Glück fast gar nichts mit diesen Weinen zu tun. Sie sind schwarz und tief in der Farbe, mit einem üppigen Bouquet von roten Früchten, Kirschen, Lebkuchen und Zedernholz, mit einem Hauch von Minze und sogar Veilchen und, nachdem sie eine gewisse Reife erreicht haben, mit frischem Waldboden, Pilzen und Trüffeln.
Noch überraschender ist die scheinbar selbstverständliche Allianz zwischen Power und Finesse und zwischen Vollmundigkeit und mineralischer Säure am Gaumen. Heute zählt Malbec für mich eindeutig zu den ganz großen Rotweintrauben der Welt, im gleichen Masse wie Syrah, Cabernet Sauvignon und Grenache.
Malbec, auch Auxerrois oder Côte genannt, gehört zur Familie der Cotoides, einer Gruppe von einheimischen Rebsorten aus Südwest-Frankreich. Die Negrette der AOC Fronton und der Tannat der AOC Madiran sind seine direkten Cousins, sein Vater der Prunelard stammt aus Gaillac, und der Merlot ist seine Halbschwester, ihrer beider Mutter war die Magdaleine noir des Charentes. Komplizierte Familienverhältnisse...
Malbec Mendoza
Bevor die Reblaus Ende des 19. Jahrhunderts weite Teile von Europas Weinbergen zerstörte, war Malbec in Frankreichs Südwesten, einschließlich Bordeaux, sowie an der Loire weit verbreitet. Heute bestehen in Frankreich noch gut 5300 Hektar Malbec, deren Großteil in Cahors gepflanzt ist. Man kann aber nicht über Malbec reden, ohne Argentinien zu erwähnen. Mit rund 25.000 Hektar Malbec hat dieses Land der Rebsorte einen wahren Kultstatus verliehen und ist auch größtenteils für die weltweit wachsende Popularität dieser ursprünglich französisch Rebsorte verantwortlich. Im Allgemeinen zeigen argentinische Malbec Weine einen reiferen, reichhaltigeren und mächtigeren « Stil » als die Malbec Weine aus Cahors, wo man eher Wert auf feine Tannine und mineralische Säure legt.
Die Ernte 2015 hängt (fast) schon an den Reben ! #Wein
Reben verlassen ihre Winterruhe nach einem ziemlich gut etablierten «Protokoll», das bereits im Winter startet. Alles beginnt mit so genannten «Tränen», Wassertropfen, die sich auf den Wunden nach dem Rebschnitt bilden. Sie zeigen an, dass die Wurzeln der Reben ihren Winterschlaf beendet haben, wieder aktiv werden und Wasser nach oben ins Holz drängen. Die Anzahl der Wochen, die zwischen dem Auftreten der ersten Tränen und dem Austrieb verstreichen kann, ist variabel, denn die Pflanze richtet sich unter Anderem nach der Bodentemperatur und der Länge der Tage. Und erst wenn alle äußeren Bedingungen günstig sind, wacht der Weinstock auf und beginnt den neuen Jahrgang.
Alle Rebsorten entwickeln sich nach einem eigenen Tempo. Ihre Empfindlichkeit gegenüber den äußeren Faktoren, wird von einer Art internen Uhr bestimmt, die in ihrem genetischen Code enthalten ist. Abhängig von diesem natürlichen „Biorhythmus“, unterscheidet man frühreife und späte Sorten. Für uns ist es am Ende wichtig, die Trauben einer jeden Rebe bei optimaler Reife zu pflücken. Aus diesem Grund ist es recht sinnvoll, die Reifezeit der Sorten, die wir pflanzen, zu kennen. Schon im 19. Jahrhundert entwickelte der französische Ampelgraf Victor PULLIAT eine Einteilung der Rebsorten, die noch heute benutzt wird. Sie basiert auf einem Vergleich aller Rebsorten mit Chasselas oder Gutedel, einer sehr frühreifen Sorte. Je nachdem, ob die Rebsorten 12 Tage, 24 Tage oder 30 Tage später reifen, werden sie als Sorten der ersten, zweiten oder dritten Reifeperiode bezeichnet. Reifen sie vor dem Gutedel, spricht man von frühreifen Sorten, brauchen sie noch mehr als 30 Tage bis zur Reifung, werden sie als spätreif bezeichnet.
Reifeperioden Rebsorten
Sorten der ersten Reifeperiode haben sich traditionell in kühlen Weinregionen und Rebsorten mit längerem Zyklus in wärmeren Regionen etabliert. Natürlich zeigen frühreife Sorten eine gewisse Toleranz gegenüber wärmerem Klima, denn es gedeihen durchaus einige gute Chardonnay- und Cabernet- Weine in warmen Weinregionen. Allerdings ist die Installation von spätreifen Sorten in kalten Regionen schwieriger oder gar unmöglich, weil ihre Trauben einfach nicht reifen.
Bourgeons et grappes de la vigne
Aber schauen wir uns an, was zum Zeitpunkt des Austriebes passiert. Die Knospen öffnen sich in wenigen Tagen und zeigen die ersten Blätter. Aber nicht nur! Sie enthalten auch schon die kleinen Trauben, die fünf oder sechs Monate später gelesen werden. Mit anderen Worten, die Knospen, die während der nächsten Wochen in den Weinbergen der nördlichen Hemisphäre austreiben werden, enthalten bereits die Ernte 2015! Deshalb fürchten sich Winzer auch besonders vor Frost oder Hagel im Frühjahr. Während diese beiden Phänomene die Reben selber nur selten in Gefahr bringen, können sie der noch sehr jungen Ernte erhebliche Schäden zusetzen.
LE CÈDRE #MALBEC GC 2011 #CAHORS VERKOSTET VOM WINE ENTHUSIAST
... Dieser Wein wird ein Klassiker werden. Seine Tannine sind bereits mit der intensiven und saftigen Frucht und den dunklen, würzigen Holzaromen im Gleichgewicht. Er ist kraftvoll aber nicht übertrieben, elegant trotz seiner opulenten Textur. Geben Sie diesem herrlichen Wein bis 2018 Zeit.
WOW... 7 Jahre alt bereits, davon 2 in Fässern und 5 in Flaschen. Das ist ein stattliches Alter, zumindest im Vergleich zu unserem üblichen Weintrinkverhalten (die Zeitschrift WINE ENTHUSIAST veröffentlichte im Jahr 2012, dass über 90% der Weine innerhalb von 48 Stunden nach dem Kauf getrunken werden, ohne Rücksicht auf den Weintyp und die Qualität…).
Pascal Verhaeghe Chateau du Cèdre Cahors
Aber dieser CAHORS, hauptsächlich aus MALBEC-Trauben hergestellt, scheint sich trotz der Flaschenreife noch in seinen besten Jugendjahren zu befinden und zeigt sehr intensive Aromen von Sauerkirschen, Teer und gerösteten Haselnüssen, oder, wenn Sie bevorzugen, Kirschen in Sirup, Backpflaumen in geräuchertem Speck, Schokolade und Karamell… Kraftvoll schmust seine Opulenz mit der Zunge und fährt sanft über den Gaumen. Der Gesamteindruck ist aber auch von einer grossartigen und feinen Säure geprägt, zu deren geheimen Unterschlupft die Verhaeghe Brüder offenbar die Tür und den Schlüssel schon vor einigen Jahren gefunden haben. Des Weitern hat der Wein sehr feine und noch jugendliche Tannine und zeigt eine schöne Länge.
Ein Aufruf zum Verkosten, Geniessen und Schlemmern... aber ohne Eile! Sie haben noch Zeit, denn der Wein fühlt sich in Ihrem Keller (fast) so wohl wie in Ihrem Glas.
FLEISCHLICHE BEILAGE : Dieser Wein liebt Enten ! PFLANZLICHE BEILAGE : Ratatouille mit Hirse-Frikadellen und orientalischen Gewürzen, Risotto aus Hokkaido-Kürbis und Steinpilzen…
Aus der TrinkBar - Château du Cèdre 2011. #Wein aus #Cahors
Nach dem Öffnen, präsentiert sich der Wein mit einer leicht geräucherten Nase. Kurz darauf folgen Schokolade, Gewürze, um das Bouquet zu vervollständigen. Aufrichtig und forsch, weich auf der Zunge, mit salziger Frische und schönen jungen und knusprigen Tanninen. Eine Flasche Cahors, die hervorragend zu jeder freudigen Tischgesellschaft passt, die nach einem charaktervollen, angenehmen und eleganten Rotwein dürstet.