Schwarz wie ein echter Cahors, lässt der Wein jedoch ein purpurnes Schimmern am Glasrand erkennen. Eine intensive, recht komplexe Nase voller schwarzer Johannisbeeren und anderer reifer Früchte, mit angenehmen vegetalischen Noten und Gewürzen. Äußerst saftig, erinnert er im Mund an eine frische Suppe aus roten und schwarzen Früchten. Während der Wein sich angenehm rund an die Wangen schmiegt, unterstreicht eine zitronige Frische die Präzision der knackigen Tannine und zieht den Abgang in die Länge.
Ein Stück gebratenes Lamm, ein paar karamellisierte Feigen, eine würzige und cremige Polenta... Sie sollten sich kulinarisch auf keinen Fall zurückhalten! Der perfekte Wein zum „Hier und Jetzt“, der allerdings nach einigen Jahren stiller Ruhe im Keller einige geschmackliche Überraschungen bereithalten wird.
« Cahors als Appellation entdeckt sich und die Vielfältigkeit ihrer Terroirs gerade neu. Da ist eine wahre Revolution im Gange. Es werden längst vergessene Lagen wieder ausgegraben, die für eine Überraschung nach der Anderen sorgen. Auch probiert man neue Techniken zur Weinbereitung aus und wir sollten nicht das Klima vergessen, das der ganzen Dynamik unter die Arme greift... Cahors verspricht eine ganz große Appellation zu werden! »
Jacqueline Friedrich – The world of fine wine, Interview aus « La Vie Quercynoise »
Le Cèdre Cahors 2012 auf Platz #27 beim Wine Enthusiast Top 100 Wines 2015
Das sagt der Wine Enthusiast über die Cuvée Le Cèdre 2012 von Pascal und Jean-Marc Verhaeghe, in seiner Auswahl der 100 weltbesten Weine 2015.
„Diese spezielle Cuvée vom Château du Cèdre vereinigt auf beeindruckende Weise die Frische von intensiven, schwarzen Früchten mit einer kraftvollen Struktur. Spritzig, voller reifer Frucht und sehr vollmundig. Der Wein verdient ein paar Jahre Reifezeit und sollte ab 2020 getrunken werden.“
„Die schwefelfreien Weine von Pascal Verhaeghe zeigen einen großen Fortschritt, und die Ergebnisse, die er erzielt sind einfach wunderbar! Das sind ECHTE Weine ohne Schwefel, ganz tolle Naturweine.“
Nach zwei Jahren Lagerung im Holztank und 6 Jahren in der Flasche, beginnt sich das Alter des Weines in der Farbe sichtbar zu machen. Sie ist aber nach wie vor tief und dunkel und zeigt granatrote Nuancen. Nachdem er 72 Monate im dunklen und kalten Keller geruht hat, sollte man dem Wein etwas Zeit geben, um sich in der Karaffe langsam zu entfalten.
Le Cèdre Cahors 2008
Als erstes gibt er Aromen von kompotierten Früchten frei, sowie ein wenig Trockenobst und Haselnüsse. Die Nase vermittelt einen Gesamteindruck von Frische und Jugend, worin sich das große Lagerungspotential zeigt, das diesem Wein noch inne liegt. Frische und Saftigkeit dominieren ebenfalls am Gaumen, die Struktur ist dicht und leicht zugleich, mit kraftvollen und zugleich feinen Tanninen. Cremig, rund und weich auf der Zunge, entwickelt er rasch eine würzige Aromatik, unterlegt von einem Hauch Kakao und frischen Früchten. Beeindruckt schweigt mein Gaumen und geniesst.
FLEISCHLICHE BEILAGE: Kalbskottlet mit Pilzen aller Art, mit hausgemachten Butterspätzle und etwas Petersilie. Oder auch ein schonend gegartes Lammcarrée, zusammen mit einer Sauce auf Räucherschinkenbasis und Saubohnen.
PFLANZLICHE BEILAGEN: Vergessen Sie das Kalbskottlet und das Lammcarrée und machen Sie sich eine schöne Pilzpfanne mit Butterspätzle und Saubohnen.
Sieben Jahre, das ist ein guter Moment um einen Wein zu probieren, der 10 bis 15 Jahre lagern kann. Halbzeit. Die erste Hälfte des Spiels ist um, Zeit eine Bilanz zu ziehen, und eine Strategie für die kommenden Jahre zu entwickeln: Bald trinken oder noch liegen lassen?
Chateau du Cèdre 2009 Vin Cahors
2009 gilt als sonniger Jahrgang, der sich im Bouqet dieser Assemblage aus 90% Malbec und jeweils 5% Merlot und Tannat perfekt widerspiegelt. Kräftig und überschwänglich springt einem der Duft aus Schwarzkirschen, Minze und Lorbeer gerade zu entgegen... Ich würde das Ensemble als „Winterduft“ charakterisieren, der sich mit der Zeit um eingekochte Himbeeren und den Geruch von frischem Gebäck bereichert.
Im Mund stellen sich wiederum süße Gewürze in den Vordergrund und unterstreichen den zuvorkommenden Charakter des Weines: Rund, frisch und weich. Die Tannine scheinen von der Zeit gezähmt worden zu sein und kitzeln freundlich am Gaumen. Sie begleiten den Wein bis zum Abgang und gewinnen dabei an Kraft und Bedeutung. Minzaromen hinterlassen einen frischen Nachgeschmack. Geniessen Sie ihn zwischen 2016 und 2021.
PFLANZLICHE BEILAGE: Versuchen Sie es mit einem Gratin aus Wurzelgemüse (Karotten, Kartoffeln, Pastinake) oder zum Aperitif mit lauwarmen Gemüse-Chips (Pastinake, Karotte und Rote Beete!).
FLEISCHLICHE BEILAGE: Einfache und schmackhafte Gerichte, wie zum Beispiel ein Kalbs-Kottelet mit Rotweinsauce oder ein Steak mit Wacholderbutter. Dazu Bratkartoffeln!
Die Cuvee GC 2001 von Château du Cèdre in Cahors… Ein ganz, ganz großes Gewächs !
Lassen Sie uns Zeit sparen und nicht über die Farbe dieses aus Malbec hergestellten Weines sprechen. Er ist natürlich kohlpechrabenschwarz... What else?
Das Bouquet hingegen verdient, dass man sich ein wenig länger bei ihm aufhält. Als erstes fällt die Frische des Duftes auf, der an den Herbst erinnert: Waldboden, Pilze, einige Trockenfrüchte und Sauerkirsche. Als wahrer Lagerwein und Geduldswein lässt er sich viel Zeit und hätte nichts gegen eine Karaffe, trotz seines fortgeschrittenen Alters. Wenn Sie karaffenlos sind, empfehle ich, den Wein zwei bis drei Stunden vor dem Genuss zu öffnen, damit er Zeit hat, sein volles Parfum zu entfalten.
Die Sauerkirschen bleiben, während sich Waldboden und Pilze zurückziehen und die Arena einer Vielzahl von Gewürzen (Pfeffer, Zedernholz, Lorbeer), schwarzen Früchten (Brombeeren, Cassis), Trockenfrüchten (Feige, Haselnuss), sowie einem Hauch von Biskuit überlassen. Was mich am meisten an diesem Bouquet beeindruckt, ist nicht nur die große Vielfalt an Aromen, die der Nase aus dem Glas entgegen strömt, sondern der stetige Wechsel der Nuancen die sich darbieten.
Am Gaumen wird’s ernst. Der Mund verhält sich ganz still gegenüber der Mineralität und dem beeindruckenden Tanninbataillon des Weines. Keine Angst, die Tannine sind höflich und zuvorkommend und verhalten sich fein und raffiniert. Keinerlei Härte, keinerlei Trockenheit. Sie befinden sich aber auch in äußerst guter Begleitung einer angenehmen Vollmundigkeit und verzaubernden Aromen...
Exzellent, beziehungsweise monumental in seiner derzeitigen Verfassung macht der Wein kein Geheimnis daraus, dass er noch über ein beeindruckendes Lagerpotential verfügt. Ein genussvolles Versprechen für die nächsten Jahre!
FLEISCHLICHE BEILAGE: Dieser Wein ist ein wahrer Entenjäger! Mit Morcheln, mit Honig und Thymian oder warum nicht in seiner fernöstlichen Peking-Variante mit Basmati-Reis und einigen geschmorten Auberginen und Shitake Pilzen? Klassischer: Kalbskotlett mit Rotweinsauce, getrüffeltem Kartoffelpüree und Rotkohl.
PFLANZLICHE BEILAGE: Bleiben Sie beim getrüffelten Kartoffelpüree, und machen Sie ein vegetarisches Hachis Parmentier daraus. Anderer Vorschlag: Mit Parmesancreme gefüllte Ravioli an gebratenen Austerpilzen, süßen Zwiebeln und getrockneten Tomaten.
nur wenige Tage vor der nächsten Ernte möchten wir auf den Jahrgang 2014 zurückkommen, ein entscheidendes Jahr in unserer Weinproduktion. Während der letzten Ernte haben wir mehrere Tanks und sogar einige Fässer der Cuvée GC ohne Zusatz von Schwefel vergoren. Etwa 70% unserer Trauben wurden währen dieser Vinifikation „ohne Sicherheitsnetz“ von natürlichen Hefen in Wein verwandelt und heute noch, fast zwölf Monate später, ist die Reaktion der Weine überraschend: Die Ausdruckskraft der Frucht ist erstaunlich, die Trauben dominieren alles.
Zugesetzter Schwefel wirkt wie ein Antibiotikum, das die Weine standardisiert. Erste Versuche mit schwefelfreier Weinherstellung machten wir schon 2004. Es ist vor allem ein Lernprozess, nicht nur im Keller aber auch im Weinberg. Denn allein gesunde und ausgewogene Trauben, hier aus ökologischer Landwirtschaft, erlauben es, sich im Keller frei zu bewegen.
degustation Pascal
Indem man sich unter entsprechenden Vorsichtsmassnahmen vom Schwefel befreit, öffnen sich ganz neue Perspektiven der Weinqualität. Man entdeckt eine ungeahnte Aromenpalette (Schwefel überdeckt Aromen), Tannin von hoher Feinheit, sowie ein großes Lagerpotential, denn alles ist dafür getan worden, dem Wein eine natürliche Resistenz gegen Sauerstoff zu geben. Zudem scheinen die Weine sehr viel verdaulicher zu sein.
Die Bilanz des ersten Jahrzehnts der Versuche ist sehr positiv und ermutigend. Der Jahrgang 2014 hat uns sogar erlaubt, eine neue, schwefelfreie Cuvee herzustellen. Einen Cahors „Extra Libre“ (Extra Frei) in gewissem Sinne, der ab Oktober verfügbar sein wird. Ein wirklich charmanter, eleganter und weicher Wein, hergestellt aus den gleichen Weinbergen wie der „klassische“ Château du Cèdre. Ein Wein, der uns zudem ermutigt den eingeschlagenen Weg über die nächsten Jahre fortzusetzen, hin zu stetig geringeren Schwefelzusätzen in allen unseren Weinen.
Wir wünschen Ihnen einen schönen Herbst,
Ihr Pascal und Jean-Marc Verhaeghe